Ärzte Zeitung: "Rund 10.000 Schweinegrippe-Tote in USA"

"WASHINGTON (dpa). In den USA sind nach jüngsten offiziellen Angaben mittlerweile etwa 10 000 Menschen an der Schweinegrippe gestorben. 50 Millionen Einwohner - etwa ein Sechstel der US-Bevölkerung - haben sich infiziert, und rund 210 000 Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, wie die Seuchenkontrollbehörde CDC am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte." (...) Ärzte Zeitung online vom 11. Dezember 2009

Kommentar: Wenn Pandemie-Meldungen den abendlichen Horrorfilm ersetzen

Was muss das für eine schlimme Seuche sein, die innerhalb kurzer Zeit allein in den USA ganze 10.000 Menschen dahinrafft. Da gruselt es uns auch ohne Horrorfilm beim abendlichen Fernseher. Und das soll es ja auch.

Dass laut offizieller Statistiken die durchschnittliche jährliche Influenza-Todesrate in den USA - trotz jährlicher Impfkampagnen - geschätzte 36.000 Opfer beträgt, also mehr als das Dreifache, sollte man möglichst schnell wieder vergessen oder verdrängen. Ebenso, dass die Schweinegrippe nur ein neues Etikett für bekannte Grippe darstellt. Oder dass die Todesfälle in der Regel ohne jede Differenzialdiagnose dem Influenzavirus zugeschoben werden, also ohne ordentliche Aufnahme der Krankendaten, wie sie jeder klassische Homöopath während seiner Ausbildung bis zum Überdruss lernt.

Am besten grundsätzlich jeden Zweifel verdrägen. Denn es gruselt sich ja so schön.

 

 

 

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