Wirksamkeitsnachweis

 
impf-report Nr. 34/35
  

(ht) Der durchschnittliche Patient und Krankenversicherte versteht unter Wirksamkeit eines Impfstoffs einen gesundheitlichen Vorteil gegenüber dem Nichtimpfen.

Zwar wird ihm dies als Individuum nicht garantiert, aber als statistische Wahrscheinlichkeit vorgerechnet. Diese statistische Wahrscheinlichkeit bezieht sich auf ein Kollektiv von Geimpften im Vergleich mit einem Kollektiv von Ungeimpften.

Im Grunde müsste deshalb ein Wirksamkeitsnachweis auch aus einem Vergleich zwischen Geimpften und Ungeimpften bestehen. Und zwar in Form einer - möglichst großen und möglichst lang laufenden - sogenannten doppelverblindeten Placebostudie.

Solche Studien werden jedoch - angeblich ethischen Gründen -  gar nicht durchgeführt.

Statt dessen misst man im Rahmen von Zulassungsstudien den sogenannten Antikörpertiter im Blut, d. h. die Menge von Antikörpern, die gegen einen bestimmten Erreger gerichtet sind.

Der Impfexperte versteht nämlich unter Wirksamkeit etwas völlig anderes als der Mann auf der Straße. Für ihn ist "Wirksamkeit" ein bestimmter Laborwert, der durch die Impfung erreicht wird.

Nun sagt laut Auskunft des RKI (Robert-Koch-Institut, Bundesseuchenbehörde), ein fehlender Titer nichts über eine fehlende Immunität aus. Das hängt mit der sogenannten zellulären Immunität zusammen, die einen von den Antikörpern unabhängig funktionierenden Zweig des Immunsystems darstellt.

Man kann also auch ohne maßbaren AK-Titer immun sein!

Ein hoher Titer wird jedoch als eine Art Garantie für Nichterkrankung angesehen. Auf meine  Fragen an RKI und dem PEI (Zulassungsbehörde für Impfstoffe), in welcher klinischen Studie bewiesen wurde, dass ein hoher Titer eine Garantie für Nichterkrankung darstelle, konnte mir jedoch keine der Bundesbehörden eine Antwort geben. Solche Studien sind dort gar nicht bekannt.

Damit ist der "schützende Antikörpertiter" eine reine Glaubenssache, eine Hypothese, die bisher nicht wissenschaftlich bewiesen wurde.

Wenn Sie sich intensiver mit dieser wichtigsten und zentralsten aller Fragen rund um das Impfen näher auseinandersetzen möchten, empfehle ich Ihnen die Lektüre der impf-report Ausgabe Nr. 34/35, Sept./Okt. 2007.

 

 

 

 

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