Katzenseuche: Nestschutz neutralisiert Impfstoffe

In einer Feldstudie ging das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), die deutsche Zulassungsbehörde für Veterinär-Impfstoffe, der Frage nach, warum immer wieder in durchgeimpften Tierbeständen zu Ausbrüchen der Katzenseuche kommt.

Im Zuge dieser Studie wurden 64 Kätzchen jeweils im Alter von acht, zwölf und 16 Wochen mit „drei marktüblichen“ Impfstoffen gegen Katzenseuche geimpft. Vor jeder Impfung und nach 20 Wochen wurde der sogenannte Antikörpertiter gegen den Erreger der Katzenseuche im Blut der Versuchstiere gemessen.

Das Ergebnis: Mehr als ein Drittel der Kätzchen entwickelte keinen als ausreichend angesehenen Antikörpertiter.

Bei den meisten dieser „Impfversager“ wurden mütterliche Antikörper nachgewiesen. Diese Antikörper, die – wie beim Menschen – mit der Geburt und durch die Muttermilch an den Nachwuchs weitergegeben werden, hatten nach Ansicht des PEI die im Impfstoff enthaltenen abgeschwächten Erreger neutralisiert, bevor das Immunsystem mit der Erzeugung von spezifischen eigenen Antikörpern beginnen konnte.

Somit macht auch aus Sicht des PEI eine Impfung gegen Katzenseuche keinen Sinn, solange die Kätzchen noch mütterliche Antikörper im Blut haben. Die Konsequenz für den Tierhalter, wenn er einen sicheren Schutz durch die Impfung erreichen will:

  1. Untersuchung des Antikörperstatus des Muttertieres VOR der Impfung der Kätzchen: Je höher der Titer, desto später sollte das Kätzchen geimpft werden, damit die mütterlichen Antikörper nicht den Impfstoff neutralisieren. Oder:
  2. Vor der Impfung des Kätzchens Überprüfung des Antikörperstatus und ggf. Aufschub der Impfung. Oder:
  3. Überprüfung des Antikörperstatus nach der Impfung und ggf. Nachimpfung

Welche Variante Sie als Tierhalter auch wählen: Ihr Tierarzt wird sich freuen und ggf. auch der jeweilige Impfstoffhersteller, dessen Produkt durch diese Interpretation der Zulassungsbehörde ja noch einmal davor bewahrt wurde, bezüglich der Wirksamkeit die Hosen herunter zu lassen.

Sind Säuglingsimpfungen sinnlos?

Doch diese Studie zeigt ein sehr grundsätzliches Problem sowohl der Tier- als auch der Humanimpfstoffe: Mütterliche Antikörper sind unter Umständen bis zu zwei Jahre lang in Säuglingen bzw. Kleinkindern nachweisbar – und können somit zu früh verabreichte Impfstoffe neutralisieren.

Reicht der reine Glaube an die Wirksamkeit aus?

Die Beobachtung, dass der von der Katzenmutter durch mütterliche Antikörper vermittelte Nestschutz den Impfstoff neutralisiert, ist für den Tierhalter nur dann von Bedeutung, wenn er an einen Schutz durch hohe Antikörpertiter glaubt.

Warum betone ich das? „Glauben heißt nicht wissen“, sagt der Volksmund, und tatsächlich kann selbst das PEI als die in Deutschland zuständige Bundesoberbehörde keine wissenschaftlichen Publikationen benennen, die belegen, dass Menschen oder Tiere mit hohen Antikörpertitern im Blut gesünder sind als solche mit niedrigen oder fehlenden Titern. Statt dessen verweist das PEI bei Anfragen nur auf den „allgemeinen Konsens der wissenschaftlichen Fachwelt“.

Nun, vor wenigen hundert Jahren war es unter den Experten noch Konsens, dass die Erde eine Scheibe ist. Bis vor wenigen Jahrzehnten war es unter den Experten Konsens, dass die sogenannten Antikörper allein die Last der Immunabwehr zu tragen haben. Beide Ansichten haben sich inzwischen als falsch erwiesen: Wir wissen  heute, dass die Erde weder eine Scheibe noch der Mittelpunkt des Universums ist – und dass die Hauptlast des Immunsystems von der sogenannten unspezifischen zellulären Immunabwehr getragen wird, die vom Augenblick der Geburt an aktiv ist. Der Mensch ist also auch ohne Antikörper gegenüber eindringenden Fremdpartikeln bei weitem nicht hilflos.

Doch auch die Rolle der Antikörper als Garantie für Nichterkrankung bzw. Immunität basiert auf einer – bisher unbewiesenen - Hypothese, die vor über 100 Jahren von dem Robert-Koch-Schüler Paul Ehrlich aufgestellt wurde. Ehrlich versuchte sich das Phänomen der Immunität nach bestimmten Infektionserkrankungen durch „Zauberkugeln“ im Blut zu erklären, die er „Antikörper“ nannte. Nochmal zum Mitschreiben: Bewiesen wurde diese Hypothese nie. Als man dann mit Hilfe des Elektronenmikroskops (Serienfertigung ab 1939) schließlich im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten die Ausschüttung von komplexen Eiweißverbindungen im Blutstrom beobachtete, war man sich sicher, damit die bis dahin nicht nachweisbaren „Antikörper“ Ehrlichs gefunden zu haben. Doch systematische Versuche, in denen die jeweiligen Antikörpertiter und der Gesundheitszustand über Jahre hinweg verglichen wurden, wurden entweder nie durchgeführt oder aber ihre Ergebnisse nie publiziert. So wissen wir also bis heute nicht mit Sicherheit, ob die Menschen und Tiere mit hohen Antikörperwerten auch wirklich gesünder sind als jene mit mangelhaften oder fehlenden Titern.

Wenn impfen, dann so spät impfen wie möglich

Eine ganze Reihe von Studien bestätigen die Beobachtungen sowohl von Human- als auch von Tiermedizinern, dass späteres Impfen die Nebenwirkungsrate drastisch senkt. Das hat u. a. mit der sich nach der Geburt langsam aufbauenden Schutzhülle aus Myelin rund um die Nervenzellen zu tun. Die Beobachtung, dass noch vorhandene mütterliche Antikörper den Impfstoff neutralisieren und damit unwirksam machen, kommt nun noch hinzu. Selbst wer Impfungen grundsätzlich für wirksam und sinnvoll hält, sollte sich deshalb überlegen, möglichst spät zu impfen.

Wirksamkeit nicht belegt

Doch die Wirksamkeit der vom PEI geprüften Impfstoffe ist keineswegs belegt, denn sie basieren so gut wie ausschließlich auf fragwürdigen Antikörper-Messwerten. Dabei wäre es viel sinnvoller, möglichst große vergleichende Blindstudien mit geimpften und ungeimpften Tieren zu machen und deren Gesundheitszustand lange genug zu beobachten, um einen gesundheitlichen Vorteil für die Geimpften belegen zu können.

Solche Studien werden jedoch nicht durchgeführt. Bei den Humanimpfstoffen sprechen laut PEI ethischen Gründe dagegen. Man könne Ungeimpften im Rahmen von vergleichenden Studien den Impfstoff nicht vorenthalten. Doch auch bei Tierimpfstoffen werden solche vergleichenden Studien nicht durchgeführt. Eine Begründung dafür geben Hersteller und Behörden nicht. Vermutlich, weil es keine gibt.

Siehe auch:

antikoerpertiter/

 

 

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