Krebsimpfung: "Rasch obduziert wird nur bei Mord"

Interview: "Rasch obduziert wird nur bei Mord"

(ht) Bei der Obduktion der 19-jährigen Frau, die kürzlich unter rätselhaften Umständen im Schlaf gestorben war, ist es zu unentschuldbaren Verzögerungen gekommen, wie der Wiener Gerichtsmediziner Johann Missliwetz in einem Gespräch mit dem Medizin-Journalisten Bert Ehgartner berichtete. Bei der Erst-Obduktion war nicht viel untersucht worden, erst die Anzeige der Eltern der Verstorbenen führte zu einer sorgfältigen Obduktion. Die Möglichkeit einer Impfnebenwirkung kam erst drei Wochen nach dem Tod in einem Gespräch mit dem Vater zur Sprache. Mehrere Wochen waren inzwischen vergangen, so dass die Messergebnisse nicht mehr die Aussagekraft hatten als wenn die Obduktion und Abprüfung einer Nebenwirkung sofort nach dem Tod erfolgt wäre.

Missliwetz wehrt sich in dem Interview gegen Vorwürfe, er habe die Ergebnisse verschleppt. Die allgemeine Vorgehensweise bei unklaren Todesfällen sei unbefriedigend.

DER STANDARD (Wien) vom 18. Januar 2008

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