Vorarlberg: Kalb BTV-positiv, aber ohne Symptome

In Vorarlberg ist am Freitag zum ersten Mal ein Fall von Blauzungenkrankheit bekanntgeworden. Es handelt sich um ein Kalb aus dem Bregenzerwald. Landesveterinär Erik Schmid sieht für den Viehbestand in Vorarlberg kaum Gefahr. Bei dem betroffenen Tier handelt es sich um ein im Oktober auf der Weide geborenes Kalb aus dem vorderen Bregenzerwald, das jedoch keine äußerlichen Erkrankungserscheinungen zeigt. (...) - ORF online vom 12. Dez. 2008

Kommentar:

Es gab mal eine Zeit, da gab es keine Antikörper- und keine PCR-Tests. Da galt ein Mensch oder ein Tier als krank, wenn er oder es krank war. Krank sein bedeutete, spür- und sichtbare Symptome zu haben, wie Schmerzen, Ausschläge, Fieber, Lähmungen oder sonstige Störungen der Lebensfunktionen.

Das haben die modernen Tests geändert. Nun entscheidet nicht mehr der Patient, egal ob Mensch oder Tier, ob er oder es sich krank fühlt, und auch nicht der Arzt oder Tierarzt, sondern ein weit entferntes Labor, das den Patienten nicht kennt, ja noch niemals gesehen hat. Und niemand traut sich, die Aussagekraft dieser Labortests in Frage zu stellen, so als seien sie nicht die (unvollkommenen?) Produkte von gewinnorientierten und börsennotierten Herstellerfirmen, sondern etwas Schicksalgegebenes. Ist das wirklich Fortschritt?

 

 

 

 

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