EU will der Pharmaindustrie öffentliche Werbung erlauben

"(...) Nun will die EU die Informationsmöglichkeiten der Pharmaindustrie gegenüber den Patienten ausweiten. Es soll leichter werden, Angaben zu ihren Produkten direkt an den Konsumenten zu bringen. Dadurch könnte es aber für den Patienten noch schwieriger werden, zu objektiven Informationen zu gelangen, befürchtet die Anti-Korruptionsorganisation Transparency International.

Die Organisation veranstaltete kürzlich in Wien eine Podiumsdiskussion.

"Ein Negativbeispiel ist für Sylvia Groth vom Grazer Frauengesundheitszentrum die Kampagne für den HPV-Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs: Bereits 2005, noch vor Einführung des Produkts, habe man gezielt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Krankheit gelenkt. "Dabei wurden enorme Ängste geschürt." Später wurde dann unter Einbeziehung Prominenter Stimmung für den Impfung gemacht. "Die Frage, ob sie überhaupt etwas bringt, trat dabei völlig in den Hintergrund. Es ging nur mehr darum, wer sie bezahlt. Dabei sind viele Studiendaten über den Impfstoff noch gar nicht veröffentlicht." - KURIER online vom 20. Okt. 2008

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