G7-Länder planen milliardenschwere Impfprogramme für arme Länder

1,5 Milliarden Dollar für neue Impfstoffe

Rom (pte/09.02.2007/10:00) - Führende Industrienationen werden 1,5 Mrd. Dollar für die raschere Entwicklung neuer Impfstoffe für den Einsatz in armen Ländern zur Verfügung stellen. Der Einkauf von Impfstoffen soll subventioniert und damit die Pharmaunternehmen wach gerüttelt werden. Das erste Ziel von Advance Market Commitment ist ein Impfstoff gegen Pneumokokken. Ein Impfstoff steht bereits zur Verfügung. Der Einsatz in Entwicklungsländern erfordert jedoch eine maßgeschneiderte Version. Die Pharmaindustrie hat sich bisher laut BBC bei Investitionen zurückgehalten, da es keinen garantierten Markt gibt.

Entwicklungsländer brauchen eigene Impfstoffe, da sich die Krankheitserreger von jenen in vielen westlichen Ländern unterscheiden. Advance Market Commitment soll als Brücke zwischen den weniger finanzstarken Nationen und den Pharmaunternehmen agieren. Braucht ein Entwicklungsland ein Medikament, das die Unternehmen entwickeln können, verpflichtet sich der Fonds zur Abnahme. Heute, Freitag, wird das Advance Market Commitment in Anwesenheit von Ministern der G-7-Länder und Vertretern der Weltbank offiziell ins Leben gerufen. Großbritannien soll 400 Mio. Dollar beitragen. In Zukunft sollen weitere Impfstoffe gegen Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose entwickelt werden. Jeffrey Mecaskey von Save the Children http://www.savethechildren.org.uk begrüßte diese Initiative als einen Schritt zur Überwindung eines bekannten Schemas: Mehr als 90 Prozent der Investitionen für Medikamente entfielen derzeit auf die Krankheiten der reichsten zehn Prozent der Menschen. - Pressetext.at vom 9. Feb. 2007

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