Ärzte: Bundesweit 200 Masern-Fälle - Höchste Zahl in Europa

Die Verlautbarungen des "Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte" sind an Einseitigkeit kaum zu überbieten. Ganzseitige Werbeanzeigen für Impfstoffe neben Impfartikeln in der Mitgliederzeitschrift (in denen Impfnebenwirkungen so gut wie nicht besprochen werden) deuten auch an, warum. Nachfolgend Zitate aus einem DPA-Artikel vom 27. April 2007

"In Deutschland ist die Zahl der Masern-Erkrankungen seit Jahresbeginn auf 200 Fälle angestiegen und damit auf den höchsten Stand in Europa. Das sagte Sean Monks vom Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am Freitag auf Anfrage in Köln. Es seien neben den bekannten 80 Fällen in Nordrhein-Westfalen nach jüngsten Zahlen auch rund 90 Fälle in Niederbayern aufgetreten."

Es gebe seit Anfang 2007 Einzelfälle in sechs weiteren Bundesländern.

"Zugleich bestätigte Monks einen Bericht des «Westfalen-Blattes», dem zufolge seit 2003 bundesweit in 17 Fällen bei Kindern und Jugendlichen die tödliche Gehirnentzündung SSPE - als Spätfolge einer Masern-Erkrankung - diagnostiziert wurde."

Die "Spätfolge einer Masern-Erkrankung" ist nur die halbe Wahrheit - wenn überhaupt. Die SSPE-Patienten hatten in der Regel als Säuglinge die Masern. Dies ist eine direkte Auswirkung der Massenimpfungen: Die geimpften Mütter geben ihren Säuglingen keinen Nestschutz mehr mit. SSPE ist also auch eine Folge der Impfungen! Jede SSPE-Diagnose wird darüber hinaus als eine Art politische Waffe verwendet, mit der man Impfunwillige unter Druck setzen will. Dies ist jedoch nur möglich, indem ein wesentlicher Teil der jeweiligen Patientengeschichten ausgeblendet wird: In wenigstens einem Fall ist durch einen Zeitungsartikel dokumentiert, dass das Kind vor dem SSPE-Ausbruch gegen Masern geimpft worden ist (obwohl es als Säugling die Masern ja schon hatte). In diesem Falle wäre SSPE jedoch als Impfschaden zu werten: Eine Gehirnentzündung kann als Impfnebenwirkung auftreten. Auch andere Medikamente sind in der Lage, eine Enzephalitis (Gehirnentzündung) auszulösen. Doch Rückfragen bei den Gesundheitsbehörden laufen regelmäßig ins Leere: Dort hält man es für überflüssig, die vollständige Patientengeschichte zu erfassen - vielleicht, weil das die SSPE-Waffe entschärfen könnte?

"Ein besonderes Augenmerk beim Schutz vor Masern und den möglichen gefährlichen Komplikationen müsse den Säuglingen zukommen, forderte der Berufsverband. «Während der Masern-Epidemie im letzten Jahr waren im Häufungsgebiet Nordrhein-Westfalen von den gut 1700 Erkrankten auch 120 Säuglinge», beklagte Monks."

Wie gesagt, eine negative Folge der Massenimpfungen und für sich alleine schon ein Grund, die Impfempfehlung abzusetzen. 

"Bei der besonders dramatischen Masern-Gehirnentzündung SSPE gebe es bisher keine Hoffnung auf Rettung, erklärte Ralf Kownatzki vom BVKJ in Duisburg. Alle Fälle seien bislang tödlich verlaufen, eine Therapie gebe es nicht."

Auch dies ist möglicherweise nichts weiter als der Versuch, die SSPE-Waffe scharf zu halten. Denn naturheilkundliche Methoden können durchaus auch bei Gehirnentzündungen etwas ausrichten. 

"Bei der SSPE erkrankten vor allem Säuglinge oder Kleinkinder im Alter von ein bis zwei Jahren zunächst an Masern und wirkten danach erst einmal wieder gesund. Erst Monate oder Jahre später mache sich die tödliche SSPE dann etwa mit nervlichen Schädigungen, Leistungsabfall, Hör- oder Sehverlust bemerkbar."

Voraussetzung für eine SSPE-Diagnose ist im Kehrschluss die Ausblendung der gesamten Krankengeschichte seit den Säuglingsmasern.  

"Laut BVKJ-Schätzung erkrankt eins von 2000 Kindern nach einer Masern-Erkrankung später an der unheilbaren SSPE. An einer anderen Art der schweren Masern-Komplikation, der Masern-Enzephalitis, erkrankt dem Verband zufolge ein Kind unter 1000 Masern-Erkrankten. Die Enzephalitis gehe zu 20 Prozent tödlich aus, auch schwere Behinderungen könnten auftreten, sagte Kownatzki."

Diese Zahlen erscheinen in einem völlig neuen Licht, wenn man das Phänomen berücksichtigt, dass bei den jüngsten Masern-Epidemien in Coburg und NRW die masernbedingten Krankenhauseinweisungen aus naturheilkundlich orientierten Praxen gegen Null Prozent tendierte, während sie in schulmedizinisch orientierten Praxen bei 10 % (Coburg) und 17 % (NRW) lag. Die BVKJ-Statistik kann sich demnach fast ausschließlich auf Patienten beziehen, die schulmedizinisch behandelt werden und routinemäßig Medikamente wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen erhalten. Ein Blick in die Beipackzettel lohnt sich!

"Am Donnerstag war bekannt geworden, dass ein 13 Monate alter Junge in Duisburg ein zweites Opfer der Masern-Epidemie des vergangenen Jahres in Nordrhein-Westfalen wurde und an der Gehirnentzündung starb. Er hatte sich als Säugling bei seiner jungen Mutter angesteckt. Der Junge war zugleich das zweite Kind, das dieses Jahr in Deutschland an den Folgen von Masern gestorben ist."

Hätte die Mutter ihrem Kind einen Nestschutz vermitteln können und wäre das Kind in naturheilkundlicher Behandlung gewesen, wäre es heute - statistisch gesehen - höchstwahrscheinlich gesund und munter.

Unter den 200 seit Jahresbeginn 2007 erfassten Masern-Erkrankungen sind neben den 80 Fällen in Nordrhein-Westfalen und 90 in Bayern - die bayerischen Zahlen gab der BVKJ unter Berufung auf das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bekannt - auch acht Fälle in Hessen aufgetreten. Zudem wurden Einzelfälle aus Baden- Württemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen berichtet, sagte Monks.

Nachdem die Zahl der Maserninfektionen in Deutschland zunächst stark zurückgegangen war, hat sie sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. 2004 waren es laut Robert Koch-Institut bundesweit 122 Fälle. Sie steigen 2005 auf 781 und 2006 auf 2307 Erkrankungen. - DPA, 27. April 2007

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