"Todesfälle haben alle irritiert"

Interview des Kölner Stadtanzeigers mit Prof. Mallmann, dem Leiter der Kölner "Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe" über die beiden Todesfälle nach HPV-Impfung.

"Die beiden Todesfälle haben uns alle irritiert. Nachdem bei der Obduktion der jungen Frau aus Deutschland aber keinerlei Hinweise gefunden wurden, gehe ich persönlich von einem eher zufälligen Zusammenhang zwischen einem ungeklärten Todesfall und einer Impfung aus, die von ihrem Funktionsprinzip her harmlos ist. Allerdings bleibt trotzdem ein gewisses Beklemmen.

Allerdings:

"Unbestritten ist, dass die bisherige Datenlage zwar überzeugend, aber relativ schwach ist. Und in der Tat war die Umsetzung der Daten in eine offizielle Impfempfehlung überraschend zügig. Das hatte viele Ursachen: Zum einen war man natürlich froh, endlich etwas zu haben, um erstmals Krebs vorzubeugen. Zum anderen ist die Impfung auch ein großes Geschäft.

- Kölner Stadtanzeiger vom 15. Feb. 2008


Kommentar: Ein Professoren-Titel schützt vor Widersprüchen nicht

Wenn bei einer Obduktion keine Hinweise für einen Zusammenhang mit der Impfung gefunden werden, so kann das dreierlei bedeuten:

1. Es gibt keinen kausalen (ursächlichen) Zusammenhang.

2. Der Zusammenhang ist mit den üblichen Methoden gar nicht nachweisbar, z.B. weil die entsprechenden biochemischen Wirkmechanismen gar nicht erforscht sind.

3. Die Obkuktion ist zu spät erfolgt. Im Fall der 19-jährigen Jasmin S. aus Österreich erfolgte die Obduktion erst nach sechs Tagen. Laut dem Impfschadensgutachter Dr. Johann Loibner ist es kein Wunder, dass sechs Tage nach dem Tod nichts mehr nachgewiesen wurde. Im Fall des 17-jährigen deutschen Mädchens, das am Tag nach der Impfung aus unbekannten Gründen verstarb, wurden die Untersuchungsergebnisse erst nach einem halben Jahr vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht. Wann hier die Obduktion tatsächlich erfolgte, soll nun eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz klären, die von der Zeitschrift "impf-report" an das PEI gerichtet wurde.

Bemerkenswert ist die Art, wie Prof. Mallmann mit der "Datenlage" umgeht. Sie sei "überzeugend", aber "relativ schwach". Mein einfaches Gemüt sagt mir, dass eine Datenlage entweder überzeugend oder aber schwach, aber niemals beides gleichzeitig sein kann. Aber ich bin ja kein Professor. Der wird's schon wissen.

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