Bayern: TK warnt vor Versorgungslücken bei Infektionskrankheiten

Bayern: TK warnt vor Versorgungslücken bei Infektionskrankheiten

In Bayern nehmen Infektionskrankheiten zu: So stieg laut Techniker Krankenkasse (TK) die Zahl der Patienten, die wegen parasitären und infektiösen Krankheiten in Kliniken behandelt werden mussten zwischen 2000 und 2005 um 35 Prozent auf über 63.000. Rekordzahlen registrierte auch das Robert-Koch-Institut bei Influenza- und Magen-Darm-Krankheiten: Allein zwischen 2006 und 2007 kletterte die Zahl der Influenzafälle im Freistaat von 1.000 auf rund 4.000; die durch Noro- und Rotaviren verursachten Magen-Darm-Infektionen wuchsen um 80 Prozent auf 27.000. Für Helmut Heckenstaller, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern, sei das eine neue Herausforderung für die Kassen. (...) - Lifegen.de vom 18. Jan. 2008

Kommentar: Mit Vollgas in den gesundheitspolitischen Abgrund

Nanu? Bayern ist doch eigentlich Vorreiter bei der Prävention gegen Infektionskrankheiten. Wann immer es gegen Vogelgrippe- Masern- Influenza- oder sonstige Viren geht, Impfungen durchgesetzt werden müssen oder alter Pockenimpfstoff oder TAMIFLU für zig Millionen Euro eingekauft werden muss, ist Bayern vorne dran. Minister Schnappauf ist mit Sicherheit aus Sicht der Pharma-Lobbyisten in München ein Lieblings-Minister.

Und doch steigen die Infektionserkrankungen – ja sogar die Zahl der Influenzafälle – ständig an?

Der Gedanke, dass die Gesundheitspolitik Bayerns völlig verfehlt sein könnte, kommt auch der TK nicht. Geradezu ritualhaft werden noch mehr Anstrengungen der gleichen sinnlosen Art gefordert, statt die bisherige Politik einmal grundsätzlich zu überdenken. 

Damit uns auch genügend gruselig vor der "schrecklichen Virengefahr" wird, vor der unsere schulmedizinischen Virenjäger so machtlos dastehen, noch eine weitere Meldung zum Thema: 

Virus-Erkrankungen beim Menschen nehmen zu

Leipzig – Die Gefahr von Krankheitsübertragungen beim Menschen durch Viren ist nach Meinung von Wissenschaftlern jahrelang unterschätzt worden. Viren seien mittlerweile häufiger Krankheitserreger als Bakterien, sagte der Direktor des Instituts für Lebensmittelhygiene der Universität Leipzig, Karsten Fehlhaber, am Mittwoch in Leipzig. (...) - Deutsches Ärzteblatt vom 16. Januar 2008

 

 

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