Fehlende Aufklärung verunsichert Landwirte

"(...) Doch da machen einige Landwirte nicht mit, denn die Gerüchteküche kocht heiß. „Ich bin kein Impfgegner“, sagt Landwirt Thomas Fuchs aus Hutthurm (Lkr. Passau). „Aber ich habe von einem Kollegen gehört, dass der BT-Impfstoff in der EU noch gar nicht zugelassen ist.“ Außerdem gingen Gerüchte von schlimmen Nebenwirkungen wie Nasenbluten bei den Kühen, Fehlgeburten oder einer Vermehrung der Zellen in der Milch um - „das macht skeptisch“, sagt Fuchs. 110 Bullen, Milchkühe und Kälber stehen in seinem Stall. Einen Ausfall der Tiere kann er sich nicht leisten, deshalb hat er sie noch nicht gegen BT impfen lassen: „Es kursieren die wildesten Gerüchte, aber von offizieller Seite wird man nicht aufgeklärt - vor allem nicht darüber, ob der Impfstoff zugelassen ist“, ärgert er sich.
„Den Vorwurf kann man nicht ganz vom Tisch wischen“, gibt ihm Alfons Völk, Sprecher der Regierung von Niederbayern, recht. „Der Impfstoff ist derzeit noch nicht zugelassen.“ Das soll erst 2009 geschehen, wenn das Robert-Koch-Institut die Prüfungsphase abgeschlossen hat. „Aber der Impfstoff wird schon jetzt mit einer Ausnahmeregelung des Gesundheitsministeriums nach dem Tierseuchengesetz eingesetzt - es eilt nämlich. Die Blauzungenkrankheit rollt auf uns zu“, so Völk. (...)"
- Passauer Neue Presse online vom 3. Oktober 2008

 

 

 

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