Blauzungenkrankheit in vier Rinder-Betrieben im Kreis Viersen

"In vier Rinder-Betrieben im Kreis Viersen nahe der niederländischen Grenze ist erneut die für Menschen ungefährliche Blauzungenkrankheit ausgebrochen. Das teilte das Kreisveterinäramt am Sonntag mit. Im Gegensatz zu den früheren Fällen von Blauzungenkrankheit sei jetzt ein anderer Infektionstyp für den neuerlichen Ausbruch ursächlich, hieß es. (...) Erst kürzlich wurde im Land eine Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit abgeschlossen. - Ad Hoc News vom 26. Okt. 2008

"(...) Insgesamt gibt es 24 unterschiedliche Serotypen der Blauzungenkrankheit. Im August 2006 war erstmalig in Deutschland der Serotyp 8 nachgewiesen worden. Auch der Kreis Paderborn war nicht verschont geblieben: Das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt Krefeld hatte im Oktober 2006 den ersten Fall von Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 bei einem Rind in Bad Wünnenberg bestätigt. Die schlimme Bilanz dieses Blauzungengeschehens im Kreis Paderborn: Insgesamt verendeten 1814 Tiere an der qualvollen Viruserkrankung bzw. mussten aus Tierschutzgründen eingeschläfert werden. Die Blauzungenkrankheit hatte in den insgesamt 543 betroffenen Beständen großen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Deshalb hatten alle Tierhalter aufgeatmet, als es gelungen war, einen Impfstoff zu entwickeln. Nach Einführung der gesetzlichen Impfpflicht waren im Kreis Paderborn rund 53.000 Rinder, 21.000 Schafe und rund 1000 Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit Serotyp 8 geimpft worden. Durch das Auftreten des neuen Typs steht man wieder am Anfang. (...)" - Wochenspiegel Paderborn vom 27. Okt. 2008


Kommentar: 

Böse Zungen behaupten, dass die sogenannten Mutationen bzw. die angebliche Verbreitung von bisher unbekannten Subtypen nichts als Ausreden sind, um die Nutzlosigkeit von Impfungen zu kaschieren. Dummerweise ist es kaum möglich, das Gegenteil zu beweisen, denn das Verfahren zur Eichung der entsprechenden Labortests ist mehr als fragwürdig. Bislang konnte ich keinen einzigen Test ausfindig machen, der anhand des hochaufgereinigt isolierten Virus geeicht wurde. Üblicherweise nehmen die Hersteller eine Gruppe von Personen - oder Tieren - mit einer bestimmten Diagnose und experimentieren so lange, bis der neue Test einigermaßen zuverlässig auf genau diese Gruppe reagiert. Worauf genau der Test reagiert, bleibt auf diese Weise jedoch im Dunkeln. Die Behauptung, er zeige spezifische Viren bzw. Subtypen von Viren an, ist nach meinen bisherigen Erkenntnissen reine Hypothese.

Wie geht es also weiter? Man wird alle Tiere mit den neuen Subtypen des Virus nachimpfen und wieder feststellen, dass die Impfung nichts bringt. Was ja auch kein Wunder ist, da die eigentliche Ursache für die sogenannte Blauzungenkrankheit wahrscheinlich bei der allgemeinen Schwächung der Tiere durch die Massentierhaltung in Kombination mit Medikamentenvergiftungen liegt. Doch in dieser Richtung wird von den Behörden gar nicht recherchiert, entsprechende Untersuchungen sind mir jedenfalls nicht bekannt. Man wird also neue "Subtypen" mittels fragwürdiger Labortests feststellen und erneut nachimpfen. Möglicherweise kommen sogar - wie bei Influenza - jährliche Nachimpfungen auf die Tierhalter zu...

 

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