Handelsblatt: "Impfstoff-Hersteller bleiben begehrt"

In der Impfstoff-Industrie bahnt sich offenbar die nächste Übernahme eines Newcomers aus dem Biotechbereich an. Der US-Pharmakonzern Wyeth bemüht sich nach Informationen der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ um eine Übernahme der niederländischen Crucell. Der Vorstoß von Wyeth folgt nur wenige Monate nach der Übernahme des Impfstoffspezialisten Acambis durch Sanofi-Aventis. (...)

Das Geschäft mit Impfstoffen erlebte in den 80er und 90er Jahren eine Art Dornröschen-Schlaf, was etliche Pharmakonzerne zum Rückzug aus diesem Segment veranlasste. In den letzten Jahren gab es aber eine Renaissance, die vor allem von zwei Faktoren angetrieben wird: Zum einen sorgten neue Infektionskrankheiten wie SARS und die Angst vor Bio-Terrorismus für neues Interesse an präventiven Medikamenten. Zum anderen eröffneten die Fortschritte in der Genom- und Biochemie-Forschung Möglichkeiten für neuartige Produkte. Paradebeispiel ist etwa der gegen den krebsauslösenden HP-Virus gerichtete Impfstoff Gardasil, der dem US-Konzern Merck & Co zwei Jahre nach der Markteinführung bereits Milliardenumsätze beschert. Auch die Hoffnung auf sogenannte therapeutische Impfstoffe, die das Immunsystem gegen Krebszellen aktivieren, hat die Investitionsbereitschaft beflügelt. (...) - Handelsblatt online vom 9. Januar 2009

 

 

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