Regierungskoalition will unbequemen Pharma-Kontrolleur ablösen

Regierungskreise betreiben die Ablösung von Peter Sawicki, dem Chef des staatlichen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – er gilt als allzu kritisch gegenüber der Pharmaindustrie. Die führenden Gesundheitspolitiker der Unionsfraktion sprechen sich in einem Papier ("Kernforderungen an eine schwarz-gelbe Gesundheitspolitik") für eine Neuausrichtung des Kontrollinstituts aus. Dazu gehöre auch ein Wechsel an dessen Spitze. Im Detail ist geplant, Sawicki nach Ablauf seines Fünfjahresvertrags 2010 durch einen industriefreundlicheren Kandidaten zu ersetzen. (...) - SPIEGEL online vom 28. Nov. 2009

Kommentar:

Dass die Pharmaindustrie Peter Sawicki nicht mag, spricht für ihn und die Qualität seiner Kontrollbehörde. Denn schließlich ist es die Aufgabe des IQUWIG, den herstellerfinanzierten Wirksamkeits- und Sicherheits-Studien auf den Grund zu gehen und den Herstellern selbst im Zweifelsfall eins auf die Finger zu geben.

Dass sich die FDP sich jetzt so ins Zeug legt, könnte man so auslegen, dass sie sogar noch offener für die "Überzeugungsarbeit" der Pharmalobby ist als die Großparteien.

Für mich persönlich reicht allein dies als Grund aus, die FDP niemals wieder zu wählen. Und sollte mir mal ein FDP-Abgeordneter gegenüberstehen, hätte ich ein paar unangenehme Fragen an ihn.

 

 

 

 

 

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