RKI: "Impfen ist ein Menschenrecht"

Reinhard Kurth, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), der Bundesseuchenbehörde, bemängelte anlässlich des bevorstehenden Weltgesundheitstages die "mangelnde Impfbereitschaft vieler Eltern":

„Der Infektionsschutz in Deutschland war schon mal deutlich besser“, sagte Kurth. „Nun stellt sich aber besonders bei jungen Eltern eine Impfmüdigkeit ein.“ Das liege daran, dass diese Eltern früher selbst geimpft gewesen und somit ohne Infektionskrankheiten wie Masern, Röteln oder Mumps aufgewachsen seien. Deshalb fehlt ihnen offenbar das Gefahrenbewusstsein. "Impfschutz ist aber ein Menschenrecht - diese Eltern verletzen also die Menschenrechte ihrer Kinder“, sagte Kurth. (...)" - Süddeutsche Zeitung, 5. April 2007

Kommentar:

Offensichtlich ist nur ein Bürger voller Angst für das RKI ein guter Bürger. Wie lange noch können wir uns eine Bundesgesundheitsbehörde, die ihre Aufgabe hauptsächlich darin sieht, Angst und Schrecken zu verbreiten, leisten? Wir haben in Deutschland (noch) keine Impfpflicht. Impfungen sind rechtlich gesehen immer noch eine Körperverletzung, die der mündigen Einwilligung des Impflings bzw. seines gesetzlichen Vormunds bedürfen. Impfungen sind außerdem Maßnahmen mit gesundheitlichen Risiken, die in Einzelfällen zu lebenslangen Schäden oder gar Tod führen können. Impfung ist auch nicht gleich Impfung. Jeder einzelner Impfstoff bedarf bei der Zulassung einer sorgfältigen Abwägung zwischen Nutzen und Risiko. Es gibt verschiedene Impfstoffe  von verschiedenen Herstellern gegen verschiedene Krankheiten. Sie haben unterschiedliche Qualitäten und Risiken und werden mit unterschiedlichen Methoden und unterschiedlicher Sorgfalt hergestellt und verabreicht.

Einen pauschalen Persilschein im Sinne von "Impfung nützt, Impfung schützt", KANN es demnach gar nicht geben - immer wieder gibt es Impfstoffe, die bei breiter Anwendung versagen und aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Auch die Behauptung, in Deutschland nehme die Impfmüdigkeit zu, entbehrt jeder Grundlage: Laut den RKI-eigenen Statistiken sind die Durchimpfungsraten in den letzten Jahren ständig gestiegen. 

Die Äußerungen des RKI-Präsidenten sind ein bewusster Versuch, all jene einzuschüchtern, die sich in ihrer Impfentscheidung noch nicht sicher sind.

Ist eine solche Vorgehensweise eines demokratischen Systems, das auf der Mündigkeit seiner Bürger beruht, würdig? 

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