Autismus: Neue Studie will Impfungen entlasten

Autismus: Neue Studie will Impfungen entlasten

(ir) Eine neue, teilweise vom britischen Gesundheitsministerium finanzierte Studie will nachgewiesen haben, dass es keinen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus gibt. An der Studie waren insgesamt 240 geimpfte Kinder im Alter zwischen 10 und 12 Jahren beteiligt, die in drei Gruppen aufgeteilt waren: Gesunde (90 Probanden), Autisten (98 Probanden) und Kinder ohne Autismus, aber mit pädagogischem Sonderbedarf (52 Probanden). Allen drei Gruppen wurden Blutproben entnommen und auf Masern-Antikörper untersucht. Diese Werte waren bei allen drei Gruppen vergleichbar. Die Studienautoren schließen daraus, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Masernimpfung und Autismus gebe.

Dieser Zusammenhang wurde erstmals in einer kleinen Studie durch den Arzt Dr. Wakefield thematisiert, der in einigen autistischen Kindern, die im zeitlichen Zusammenhang mit der MMR-Impfung erkrankten, das Masernimpfvirus nachweisen konnte. 

Kritiker sehen den Zeitpunkt des Erscheinens dieser neuen Studie nicht als zufällig an, da Dr. Wakefield sich derzeit wegen Betrugsvorwürfen vor Gericht rechtfertigen muss. Auch das Design der Studie wird in einer Erwiderung auf die Studie bemängelt. So seien von den zunächst insgesamt 1770 Kindern mit pädagogischem Sonderbedarf (einschließlich Autisten) die meisten nach nicht transparenten Kriterien von der Studie ausgeschlossen worden. Zudem habe man "aus ethischen Gründen" keine Darmbiopsie gemacht. Somit sei ein Vergleich und damit eine Widerlegung von Wakefields Studie nicht wirklich möglich.

Zusammenfassung der Studie (englisch)

Kritische Kommentare zur Studie (englisch)

Deutsche Pressemeldung  

 

 

 

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