Impfschaden: 11 Jahre Kampf um Anerkennung

"(...) Acht Kindern haben Alois und Hildegard das Leben geschenkt. Sylvia, 25, ist die Älteste, sie ist geistig behindert - ein Resultat der Pertussis-Impfung (Keuchhusten), die sie als Baby mit dreieinhalb Monaten bekommen hat. »Zuerst bekam Sylvia Fieber, dann einen Hitzestau, dann Hirnkrämpfe - ein halbes Jahr verging, bis wir einen Arzt gefunden hatten, der die richtige Diagnose gestellt hat«, erinnert sich die achtfache Mutter. Als hysterisch wurde sie abgestempelt, weil sie sich nicht mehr zu helfen wusste, wenn das Baby die ganze Nacht schrie. »Blähungen sind normal«, wurde ihr gesagt. Als die Diagnose auf dem Tisch lag, kam Sylvia ins Kinderkrankenhaus nach Landshut - »dort wurde viel experimentiert, die dritte Behandlung schlug endlich an«, erzählt Hildegard Lagleder. Viele Wochen vergehen, jeden Tag fährt die Mutter nach Landshut zu ihrer Tochter. Mit einem Jahr darf sie die Kleine mit nach Hause nehmen - schwerbehindert.

Es beginnt für die Familie Lagleder ein Kampf gegen Windmühlen. Bis der Impfschaden als solcher anerkannt ist, vergehen elf Jahre. Elf Jahre, in denen die Eltern mit ihrer Tochter zu Spezialisten nach Erlangen und München fahren, Gutachten werden erstellt, Richter befragt. »oft waren wir kurz davor aufzugeben«, erinnert sich die 48-Jährige. (...)"
- Passauer Neue Presse vom 10. Dez. 2008

 

 

 

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