Österreich: Tierarzt musste sich für Impfung entschuldigen

"(...) Marianne Pichler schildert, was geschah. "Es war Ende Jänner. Meine Mutter lag im Spital, ich selbst war beim Arzt. Mein Mann Josef war draußen auf dem Feld, als dort plötzlich zwei Leute auftauchten. Ein Tierarzt und ein Gemeindebediensteter. Sie hielten ihm einen Zettel unter die Nase und sagten, die Kuh sei schon geimpft, er brauche nur noch zu unterschreiben." Doch Josef Pichler weigerte - und ärgerte sich. Denn: "Wir halten nichts von der Impfung und wollten keine fremden Stoffe in unserem Tier." Was folgte, war eine Reihe von Beschwerden. "Wir verständigten Polizei und Bezirkshauptmannschaft und schrieben an den Landeshauptmann. Wir haben nur eine Kuh, und die gibt Milch für den Eigenbedarf. Für unsere drei Kinder."

Gegenüber der Kleinen Zeitung meinte der für den Bezirk zuständige Amtstierarzt Albin Klauber, dass das alles "unglücklich gelaufen" sei. "Der Impfhelfer, der mit dem Tierarzt mitging, war ortskundig. Der Tierarzt hat ihm vertraut. Es stellte sich erst im Nachhinein heraus, dass die Dame eine Impfgegnerin ist." Der Tierarzt selbst, ein Veterinär aus Murau, gibt zu, falsch gehandelt zu haben. "Es tut mir furchtbar leid, denn mir war nicht bekannt, dass hier jemand nicht impfen wollte." Es habe aber keine böse Absicht bestanden. (...)" - Kleine Zeitung online vom 26. Feb. 2009

Kommentar:

Die Besitzerin der Kuh will in diesem Fall von einer Klage absehen. Der Vorfall scheint jedoch typisch für die Haltung vieler Tierärzte zu sein, die offenbar jedes Gefühl für ihre rechtlichen Grenzen verlieren, sobald sie die Staatsmacht hinter sich glauben...

 

 

 

 

 

 

 

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