"Schweinegrippe-Impfung: Ein Testpatient packt aus"

Bei einer Impfstoffstudie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität zur Schweinegrippe-Impfung, an der mehrere hundert Freiweillige teilnehmen, ist es in wenigstens einem Fall zu schweren Nebenwirkungen gekommen. Wenige Stunden nach der Impfung habe Axel Sch. der Schweiß auf der Stirn gestanden, er fühlte sich völig erschlagen. Am dreiten Tag hätten Nieren und Kopf geschmerzt und es sei Fieber aufgetreten. Bei einem Hustenanfall haber er Blut gespukt.

"Der Münchner LMU-Mediziner Frank von Sonnenburg, der die Studie bundesweit leitet, will den Schilderungen nicht glauben: „Solche Nebenwirkungen können nichts mit der Impfung zu tun haben.“ (...)

Axel Sch. aber beharrt darauf, dass seine Beschwerden von der Impfung kommen. „Es ist doch kein Zufall, dass sie direkt danach aufgetreten sind.“ Er kritisiert die Uni, dass sie ihn im Vorfeld zu wenig aufgeklärt habe. Drei Tage sei er bei dieser Hitze flach gelegen. „Als ich bei der LMU angerufen habe, haben die nur ganz sachlich ihren Fragebogen abgefragt und mich dann an meinen Hausarzt verwiesen.“ (...)

Nun aber ist sein Vertrauen in die Forschung dahin, er bricht die Impfstudie ab. (...)" - Merkur online vom 21. Aug. 2009


Kommentar:

Es wundert mich nicht, dass der Studienleiter den Zusammenhang "nicht glauben" will. Schließlich beißt man ja die Hand nicht, die einen füttert (diese Studien werden in der Regel von den Herstellern selbst finanziert). Ich wette, dass Axel Sch. als "Studienabbrecher" in die Auswertung der Studie gar nicht mit einfließt. Auf diese Weise hat man am Schluss immer die Studie, die man haben will. Eine meine Forderungen für solche Studien wären deshalb, dass ein von Patientenverbänden beauftragter unabhängiger Fachmann als Ansprechpartner für alle Testpersonen fungiert, so so zumindest einen Teil der üblichen Studienmauscheleien zu unterbinden.

 

 

 

 

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