Verbotene Impfstoffexperimente von GSK in Russland?

In einem nicht staatlichem Krankenhaus in Wolgograd wurden klinische Tests mit ausländischen Impfstoffen an Kindern durchgeführt. Wie ein Gericht feststellte, zog das "klinische Eisenbahner-Krankenhaus auf dem Hauptbahnhof Wolgograd-1" die kleinen Kinder ungesetzlich zu den Versuchen heran. Nach dem Urteilsspruch wurde die Klinik geschlossen. Das regional zuständige Komitee für das Gesundheitswesen übernahm die Aufsicht über den Gesundheitszustand jener Kinder, die Teilnehmer des Experimentes waren.

Die Staatsanwaltschaft hat auch die ersten Schädigungen bei den Betroffenen festgestellt. Medizinische Untersuchungen ergaben bei dem Mädchen Wika Geras'kina, die jetzt 2,5 Jahre alt ist, einen Entwicklungsverzug und die Verschlechterung des allgemeinen Zustandes. Dies kann, wie die untersuchenden Ärzte berichten, eine Folge der vor einem Jahr eingeleiteten Impfung in diesem Krankenhaus sein.

Wika hat angeborene neurologische Störungen, eine solche Impfung war also kontraindiziert. Der Skandal kam heraus, als festgestellt wurde, dass die Gesundheit des Mädchens sich heftig verschlechtert hatte. Bei der Überprüfung entdeckte die zuständige Staatsanwaltschaft, dass Verschlechterungen des Gesundheitszustandes auch bei anderen Kindern, die in der Klinik zu gleicher Zeit geimpft wurden, zu beobachten waren.Wie die Untersuchung festgestellt hat, sind im Laufe von einigen Wochen im Krankenhaus REB auf Bestellung der englischen pharmazeutischen Firma GlaxoSmithKline die Tests des Impfstoffes VARILRIX gegen Windpocken und des kombinierten Impfstoffes PRIORIX-TETRA gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken durchgeführt worden. In die Forschungen waren mehr  als 100 Kinder im Alter von einem Jahr bis zu zwei Jahren einbezogen.

Den Eltern hatten die Ärzte erklärt, dass der Impfstoff seit langem verwendet würde und nur minimale Nebenwirkungen hätte. Das Ziel der Tests war es, gerade diese Nebenwirkungen festzustellen. Am Experiment sollten nur absolut gesunde Kinder mit Einverständnis ihrer Eltern teilnehmen. Es wurde ferner ermittelt, dass eine Genehmigung des "Komitees für Ethik beim Föderalen Organ der Qualitätsüberwachung der medikamentösen Mittel" vorlag, doch von Kindern sei dabei nirgends die Rede gewesen, teilt "Interfax“ mit.

Wie NEWSru.com mit dem Verweis auf die Zeitung "das Werk" mitteilt, haben Kinderärzte, die nichts von den Tests gewusst haben, die geschwächten Kinder zu den Impfungen überwiesen. Nicht nur die Impfungen waren kostenlos, es erfolgte außerdem die Fahrt in das Kinderkrankenhaus mit dem kostenlosen Taxi.

Die Untersuchung ergab, dass das Krankenhaus REB den Vertrag über den Impfstoff mit GlaxoSmithKline geschlossen hatte. Das Krankenhaus hatte die Verpflichtung übernommen, die klinische Forschung der Impfstoffe zu leiten. Der Stellvertretende Chefarzt des Krankenhauses erhielt als Honorar von einer belgischen Gesellschaft fünfzigtausend Dollar.

Die Vertreter des Konzerns GlaxoSmithKline erklärten, die Versuche, an denen eintausend Kinder aus 10 russischen Städten teilgenommen hätten, würden auf gesetzlichen Grundlagen basieren. Nach der Information der Firma nahmen die Kinder an dem Programm angeblich nur nach der schriftlichen Einwilligung ihrer Eltern teil. Jetzt beabsichtigt die Gesellschaft, eine Nichtigkeitsklage auf Beschluss des regionalen Gerichtes zu reichen, die den klinischen Test gestoppt hat.

Nach den vorliegenden Materialien hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren nach dem Paragraphen 171 des Strafgesetzbuches  der Russischen Föderation (das illegale Unternehmertum) angestrengt. Die Klage kann nach anderem Paragraphen geändert werden, wenn die Fälle der Komplikationen bei den Kindern nach den Impfungen bewiesen als bewiesen gelten. 

Quelle:
http://obozrevatel.com/news/2007/3/5/159398.htm
OBOZREWATEL, 5. März 2007
Übersetzung: Anna Schiefer

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