Schweiz will Komplementärmedizin in ihre Verfassung aufnehmen

Pressemeldung vom 30. Sept. 2008

Der Nationalrat nimmt Vorschlag der Volksinitiative an

Eschenz/Schweiz (humannews) - Das Schweizer Parlament teilt die Zustimmung des Nationalrates und des Ständerates und bestätigt damit das Initiativkomitee „Ja zur Komplementärmedizin". Es erkennt damit die Notwendigkeit an, dass eine Verfassungsgrundlage für die alternative Medizin geschaffen werden muss. Diese Grundlage sei notwendig, um die Position der komplementären Behandlung im Gesundheitswesen zu stärken. Der Vorschlag enthält vier Kernforderungen: die Wiederaufnahme von fünf Richtungen von Komplementärmedizin in die Grundversicherung, nationale Diplome für nichtärztliche Therapeuten, die Integration der ärztlichen Komplementärmedizin in Lehre und Forschung sowie die Wahrung des bewährten Heilmittelschatzes.

Unterstützt wird der Vorschlag vom Bundesparlament und einer Mehrheit der Kantone. 14 von 26 Kantonen befürworten diesen Vorschlag auf der Verfassungsebene. Die Volksinitiative zieht sich nach diesem Erfolg - wie im Juni 2008 entschieden - zurück.

Schweizer vertrauen auf Komplementärmedizin

Eine Umfrage von „20 Minuten" zeigt, wie beliebt komplementäre Heilmethoden in der Schweiz sind. Rund 90 Prozent der Bevölkerung hat demnach bereits mehrmals auf alternative Behandlungsformen zurückgegriffen. Überraschend ist in dem Zusammenhang, dass neun Prozent der Schweizer sich sogar bei lebensbedrohlichen Erkrankungen nicht mit chemischen Medikamenten behandeln lassen, sondern ausschließlich auf komplementäre Heilmethoden setzen würden. Der Großteil der Bevölkerung ziehe eine Kombination aus Naturheilkunde und schulmedizinischer Behandlung vor, so die Umfrage. Gerade bei Erkältungen, Magenproblemen und Allergien werde gerne auf homöopathische Globuli zurückgegriffen. Danach folgen Anwendungen der Fußreflexzonen-Massage noch vor der traditionellen chinesischen Medizin. Dass alternative Behandlungsmethoden daher wieder von den Schweizer Krankenkassen übernommen werden, scheint seine Berechtigung zu haben.

Pressekontakt:
Volksinitiative „Ja zur Komplementärmedizin"
Walter Stüdeli, Ressortleiter Politik & Medien
Tel. 031 560 00 24
Mobil 079 330 23 46
E-Mail: info@koest.ch
Homepage: http://www.jzk.ch

 

 

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