Häufigkeit von Pneumonien nicht durch Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff gesenkt

Incidence of pneumonia is not reduced by neumococcal conjugate vaccine
Publikation: Bulletin der “World Health Organization” (WHO), Typ: Briefe
Artikel DOI: 10.2471/BLT.08.054692
Sona Chowdharya & Jacob Puliyel, Department of Pediatrics, St Stephens Hospital, Tis Hazari, Delhi 110054, India.
Correspondence to Jacob Puliyel (e-mail: puliyel@gmail.com).
(veröffentlicht online am 1. September 2008)

Mahdi und andere (1) schreiben, dass der Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff (PCV) ein effektives Instrument zur Vorbeugung einer Pneumonie bei Kindern darstellt. Das ist nicht vollständig richtig. Wie Daten der WHO erkennen lassen, kommt es jährlich zu 450 Millionen Pneumonie-Fällen, die 3,9 Millionen Todesfälle verursachen. In afrikanischen Bereih südlich der Sahara sterben [jährlich] 1022,000 Menschen, in Südasien sind es 702.000 Tote.

Die Pneumonie, um die es hier geht, ist die „klinische Pneumonie“ – ein diagnostisches Syndrom im Bereich der Integrated Management of Childhood Illness einem System das von WHO und UNICEF zur Selektion und zum Management in Entwicklungsländern geschaffen wurde (3).

Die Cochrane-Datenbank (4) führt aus, dass das PCV die Häufigkeit der klinischen Pneumonie nicht senkt, obwohl sich gezeigt hat, dass die Impfung zum Rückgang der impfstoffserotypischen bakteriämischen und der radiologischen Pneumonie führt. Der Vorteil aus diesem Rückgang ist so minimal, dass sich keine Wirkung auf die „klinische Pneumonie“ erkennen lässt. Ärmere Länder sollten daher sorgfältig das Kosten-Nutzen-Verhältnis berücksichtigen.

Wie eine Studie aus Gambia zeigt, war die Sterblichkeit einer PCV-geimpften Gruppe 16 % niedriger, als in einer Placebogruppe (25,2/1000 Kinderjahre bzw. 30.1/1000 Kinderjahre) (5)

Es liegen auch Daten über unerwünschte Nebenwirkungen und Todesfälle binnen einer Woche nach Verabreichung des Impfstoffs bzw. des Placebos vor. Die Vorteile hinsichtlich der Mortalität wurden in der ersten Woche nach Impfung beobachtet, also lange bevor eine Impfwirkung festgestellt werden konnte. In der Impfstoffgruppe kam es zu 12, in der Kontrollgruppe zu 18 Todesfällen (23.8/100 vs. 29.8/1000 Kinderjahre). Das lässt vermuten, dass andere Faktoren als die Wirkung des Impfstoffs für den Unterschied in der Mortalität der bedien Gruppen verantwortlich zu machen sind.

Aber es existiert noch ein weiteres Thema, das wir hier ansprechen möchten. In der Arbeit wird erwähnt, dass das Impfprogramm in 69 beliebigen Ländern den WHO-Schwellenwert überschreiten würde. Die Autoren weisen darauf hin, dass diese Ergebnisse eher konservativ betachte werden müssen, da sie keinerlei Herdenimmunität vorausgesetzt haben und auch nicht von einem Schutz über 2,5 Jahren ausgehen. Beutels (6) hat vor diesem Trend gewarnt, die „positiven“ Unbekannten (Herdenimmunität, Schutz von über 2.,5 Jahren) aufzuführen, ohne die negativen Unbekannten (Seroytpersatz (7) erhöhte Häufigkeit von Asthma (8)) zu erwähnen, die den Enthusiasmus für die Intervention abdämpfen würde.

 

 

 

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