Grippeimpfung und die Folgen: Ein Erfahrungsbericht

Sehr geehrter Herr Tolzin,

ich bin gerade durch einen Geschäftspartner auf Ihren Artikel zur Grippeimpfung hingewiesen worden. (Publiziert auf www.pressetext.com).

Hier meine eigenen Erfahrungen und meine Leidensgeschichte in Kurzform. Vorab: Ich werde mich mit Sicherheit nie wieder gegen Grippe impfen lassen und auch sonst Impfungen - wenn irgend möglich - vermeiden. Gleiches kann ich auch nur jedem anderen empfehlen.

Im Herbst 2003 gingen meine Frau und ich zur Grippeimpfung:

Ergebnis:

Meine Frau hatte am Folgetag kurzfristig 41 Grad Fieber und war dabei hilflos allein zu Haus. Glücklicherweise hat sie sich in den Folgetagen wieder vollständig erholt.

Bei mir waren die Wirkungen sehr langwirig und sind jetzt - nach über 3Jahren - immer noch nicht überwunden. Bei mir stellten sich am Tag nach der Grippeimpfung Sehstörungen ein. Ich sah Dinge verschwommen, doppelt und dreifach (und zwar auf jedem Auge einzeln - nicht im Zusammenwirken der Augen). Zudem war die Fokussierfähigkeit meiner Augen stark eingeschränkt. Dazu fühlte ich mich grippig, d.h. wie bei einer aufziehenden Grippe (Gliederschmerzen, schlappes Gefühl, dumpfes Gefühl im Kopf, Konzentrationsprobleme).

Dieser Zustand hat sich im Laufe der letzten 3 Jahre teils verstärkt, teils abgeschwächt. Im Jahr 2004 hatte ich die verstärkten Phasen insgesamt über etwa 5 Monate - jeweils 2 bis 5 Wochen lang. In diesen Phasen änderte sich mein Zustand kaum und ich war weitgehend arbeitsunfähig, was als Selbständiger alles andere als witzig war.Dazwischen gab es Phasen, in denen zumindest das Grippegefühl nicht präsent war. Allerdings waren die Augenprobleme stets deutlich präsent.

Mitte 2004 stellte ich dann fest, dass die Augenprobleme jeweils etwas nachliessen, nachdem ich die heftigen Phasen überwunden hatte. In 2005 hat sich diese Besserungstendenz langsam fortgesetzt. Ich hatte nur noch ca 2 Monate heftige Rückfälle und konnte zumindest wieder einigermassen sehen (alledings immer noch mit Dreifachbildern auf beiden Augen - insbesondere bei hellen Lichtquellen und heller Schrift auf dunklem Grund.In 2006 ging es sehr langsam weiter bergauf. Ich hatte noch mehrere kurze Rückfälle 1 bis 2 Wochen, aber die Besserungstendenz hielt an. Im Dezember 2006 hatte ich erstmals nach über drei Jahren wieder zumindest tageweise das Gefühl, dass ich zeitweise wieder ungefähr so sehen konnte wie vor derGrippeimpfung.

Ich habe es immer noch nicht ganz geschafft, gehe aber davon aus, dass ich bis Ende 2007 (und nach einigen weiteren Rückfällen) soweit durch bin, dass ich keine Sehbehinderungen mehr haben werde.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei den Augen um eine Kombination aus quasi chronischer Entzündung mit Linsentrübung und Lähmung der Augenmuskulatur handelt. Der Zusammenhang mit den Grippeschüben ist eindeutig. Einen Hinweis aufgrauen Star haben auch Augenärzte nicht festgestellt.

Von den consultierten Ärzten - insbesondere den Augenärzten - bin ich enttäuscht. Zu keiner Zeit wurde mein Hinweis auf die Grippeimpfung wirklich ernstgenommen. Die Augenärzte spulten ihr Standardprogramm herunter (incl. Pupillenerweiterung/ starr stellen) und fanden nichts. Wie will man auch eine Lähmung feststellen, wenn man die Pupillen starr erweitert ? ) Ich bin promovierter Ingenieur und nicht gerade auf den Kopf gefallen. Mir leuchtet das jedenfalls nicht ein. Stattdessen empfahl man mir, mich mit Augenchirugen in Verbindung zu setzen. Glücklicherweise habe ich an diesem Punkt die Flucht vor der Schulmedizin angetreten. Ansonsten hätte man mir wahrscheinlich auch noch meine Augen operativ verpfuscht.

FAZIT: Meine Frau ist knapp am Tod vorbeigekommen, ich war 3 Jahre lang z.T. schwer behindert. Eine vollständige Genesung ist inzwischen wahrscheinlich wird aber wohl noch 6 - 12 Monate dauern.
Als Selbständigen hat mich das Ganze mindestens rund 100 000 Euro Einkommen gekostet, ich habe zwischenzeitlich mein Stammgeschäft verloren undmußte weitestgehend von vorn anfangen, was mir glücklicherweise mit tränenden, verschwommenen, getrübten und mehrfachsehenden Augen gelungenist. Das die Sache zwischenzeitlich ernste psychische Konsequenzen hatte, können Sie sich wohl denken.

Entsetzt war und bin ich von der ignoranten und überwiegenddiletantischen Vorgehensweise der Augenärzte. Generell habe ich festgestellt, dass die Schulmedizin einen Zusammenhang mit der Grippeimpfung nicht akzeptieren will. Für mich ist der Fall dagegen aufgrund der Abläufe der letzten 3 Jahre und meiner eigenen Internetrecherchen (als ich denn wieder halbwegs sehen konnte) in Verbindung mit einem Basiswissen Optik und logischer Denkfähigkeit eindeutig.

ALSO: Meine Frau und ich werden uns nie wieder gegen Grippe impfenlassen und ich kann auch nur jedem Anderen davon abraten.

Zur Schulmedizin: Nach meinen geschilderten Erfahrungen und einer ganzen Reihe von weiteren Fällen ärztlicher Fehlleistungen im Bekanntenkreis, hat sich meine kritische Distanz zur Schulmedizin deutlich vergrößert - zu wenig Denken in Zusammenhängen, zu viel Ignoranz, zu viel dilettantisches Vorgehen und Schubladendenken.

Ich habe meine Erfahrungen bislang nicht öffentlich kommuniziert. Nehmen Sie meine Geschichte in Ihren Fundus von Grippe-Impfung-Horrorgeschichten auf.

R.F.

April 2007

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