Die Ständige Impfkommission empfiehlt – und die Krankenkassen müssen bezahlen

Gute Verbindungen zu den Herstellern

 "Die jüngste Gesundheitsreform hat gesetzlich Versicherten einen neuen Anspruch beschert: Krankenkassen müssen Impfungen bezahlen, die die Ständige Impfkommission empfiehlt. Dass alle ihre Mitglieder unabhängig entscheiden, bezweifeln aber nicht nur die Kassen. (...)

"Bei voller Umsetzung der StikoEmpfehlungen", orakelten die gesetzlichen Krankenkassen in einer Stellungnahme zur Gesundheitsreform, "ist mindestens von einer Verdreifachung der Ausgaben auszugehen." Mit jährlichen Mehrkosten von rund 1,6 Milliarden Euro sei zu rechnen. Und die Kassen fügten hinzu: "Die Stiko steht in guter Verbindung zur Industrie. Teils mussten Empfehlungen wegen nachträglich erkannter Risiken zurückgenommen werden." Ross und Reiter nannten die Kassen jedoch nicht.
 
Wer nachforscht, stößt auf Auffälligkeiten, angefangen beim langjährigen Stiko-Vorsitzenden Heinz-Josef Schmitt. Der Mainzer Professor erhielt im Juni 2006 den Helmut-Stickl-Preis - für sein "besonderes Engagement zur Förderung des Impfgedankens". Stifter der mit 10 000 Euro dotierten Auszeichnung ist der Gardasil-Hersteller Sanofi Pasteur.
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" Südwest Presse vom 10. Jan. 2008

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