Österreich: Offizieller Impfplan empfiehlt die HPV-Impfung auch für Buben

"Die Verbreitung des Virus erfolgt vorwiegend durch sexuelle Kontakte. Grundsätzlich erleiden daher rund 70% aller sexuell aktiven Menschen im Lauf ihres Lebens eine asymptomatische HPV-Infektion. Männer erkranken am Äquivalent des Gebärmutterhalskrebses - Penis-Ca und Anal-Ca - wesentlich weniger häufig als Frauen. "Allerdings", so Sedlak, "liegt die Bedeutung der Männer in der Übertragung des Virus als meist asymptomatische Virusträger. Hier dient daher eine Impfung bei Knaben vor allem dazu, den Infektionskreislauf zu durchbrechen." Die HPV-Impfung bei Knaben macht auch insofern Sinn, als die Virenstämme 6 und 11 für 90% aller Genitalwarzen (Kondylome) verantwortlich sind. Das lebenslange Risiko an Kondylomen zu erkranken liegt bei 10%. "Hier sind Männer häufiger betroffen", betont Sedlak. Die Manifestationsorte sind Penis, Skrotum, Analbereich und genitale Randzonen. Die Behandlung ist äußerst schmerzhaft und vielfach frustran, geprägt von häufigen Rezidiven." - universimed.com, 27. März 2007

Weitere Quellen:
Österreichischer Impfplan 2007  

22.07.2016
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07.07.2016
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04.12.2015
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