STIKO-Mitglied Lindlbauer-Eisenach über HPV-Impfung

Experten sehen keinen Zusammenhang zwischen plötzlichen Todesfällen und Impfung

 
Quelle des Artikels mit dem Interview von Frau Dr. Lindlbauer-Eisenach (blau, kursiv)
http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=2673&nodeid=26

Mediziner sehen die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs in keinem kausalen Zusammenhang mit den tragischen Todesfällen. Genauso wie das PEI wird vielmehr ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Auftreten eines SADS- Falles angenommen. Die Erfahrungen der Kinder- und Jugendärzte bestätigen diese Vermutung.

Verlängerter Arm der Marketingabteilungen: Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) agiert wie ein verlängerter Arm der Marketing-Abteilungen der Impfstoffhersteller. Artikel über das Impfen enthalten in der Regel keinen Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen und sind mit ganzseitigen passenden Anzeigen der Hersteller garniert. (Beispiel: Kinder- und Jugendarzt 8/2006).

"Jahrelang wurde auch in der Kinder- und Jugendmedizin über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem "plötzlichen Kindstod" - kurz SIDS (engl.: Sudden Infant Death Syndrome) - und den Impfungen im Kindesalter diskutiert. Vor allem aufseiten der Impfgegner wurde dies immer wieder thematisiert. Erst nach der von uns Kinder- und Jugendärzten empfohlenen Rückenlage bei Babys und der Warnung vor dem Rauchen im Umfeld des Kindes ging die Zahl der SIDS-Fälle in Deutschland drastisch (Rückgang der SIDS-Fälle von 1991-2005 um 77% - Quelle: Statistisches Bundesamt) zurück. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Impfungen im Kindesalter stark angestiegen. Und damit war klar - der plötzliche Kindstod hat mit Impfungen überhaupt nichts zu tun.

Messen mit zweierlei Maß: Wenn ein 17jähriges Mädchen einen Tag nach der Impfung plötzlich stirbt, ohne dass irgendeine andere Ursache zur Entlastung zur Verfügung stände, dann ist der Tod ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang. Wenn die Diagnosen von Plötzlichem Kindstod zurückgehen und gleichzeitig die Anzahl der Impfungen zunehmen (was sie im übrigen auch schon vor 1991 und nach 2005 getan haben), dann ist dieser Zusammenhang per Definition nicht zufällig, sondern kausal (ursächlich).

Und jetzt hört man nichts mehr aus der Richtung der Impfkritiker dazu. Die Diskussion um die Todesfälle bei der HPV-Impfung erinnert mich doch sehr stark an die SIDS-Diskussionen in den 90er Jahren. Und auch jetzt scheinen die Impfgegner wieder Wortführer zu sein", kritisiert Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin aus München.

Taube Ohren: Dass Frau Lindlbauer-Eisenach aus der Richtung der Impfkritiker nichts hört, könnte auch damit zusammenhängen, dass sie auf diesem Ohr taub ist. Der Plötzliche Kindstod ist sehr wohl ein Thema für die Impfkritik, nach wie vor. Der interessierte Leser braucht nur einen Blick in die Meldedatenbank für Impfkomplikationen beim PEI werfen und sich das angegebene Lebensalter der knapp 200 gemeldeten Todesfälle anschauen. Dann darf er beim PEI anfragen, bei wie vielen dieser Todesfälle ein Zusammenhang mit der Impfung sicher ausgeschlossen werden kann, weil z.B. eine ganz andere völlig plausible Todesursache festgestellt werden konnte.

„Impfstoffe gehören zu den am schärfsten kontrollierten Arzneimitteln, die wir kennen, und es ist sehr gut, dass das PEI die Meldungen der Ärzte so genau dokumentiert.

Unbekannte Impfrisiken: Vielleicht sollte Frau Lindlbauer-Eisenach zur Abwechslung mal das Bundesgesundheitsblatt (12/2004, Seite 1161) statt das Werbeblättchen des BVKJ lesen:

"Da die Untererfassung der Meldungen von Impfkomplikationen nicht bekannt oder abzuschätzen ist und keine Daten zu verabreichten Impfungen als Nenner vorliegen, kann keine Aussage über die Häufigkeit bestimmter unerwünschter Reaktionen gemacht werden."

Die modernen Impfstoffe, die in Deutschland vom Paul-Ehrlich-Institut zugelassen werden, sind sehr gut verträglich und haben kaum Nebenwirkungen.

Siehe obiges Zitat aus dem Bundesgesundheitsblatt. 

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ist ein Meilenstein im Kampf gegen Krebs.

"Meilenstein": Es gibt keinen Wirkungsnachweis, das "Plazebo" der Zulassungsstudie war manipuliert (somit war es keine plazebokontrollierte Studie!). Es ist noch nicht einmal bewiesen, dass ein Virus die Ursache der Erkrankung ist.

Und genau deshalb gibt es eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“, erläutert Lindlbauer-Eisenach, die auch Mitglied der STIKO ist.

Weshalb nochmal? 

„Wenn man davon ausgeht, dass jährlich einige Millionen Impfungen bei Mädchen durchgeführt werden, dann ist es bei etwa 60 ungeklärten Todesfällen, die Jahr für Jahr in Deutschland in dieser Altersgruppe auftreten, sehr wahrscheinlich, dass es zu einer zeitlichen Überschneidung zwischen Impfung und SADS-Fall kommen kann.

Tödlicher Tunnelblick: Bis heute hat das PEI, die in Deutschland für die Impfstoffsicherheit zuständige Bundesbehörde, es nicht geschafft, bei diesen "ungeklärten Todesfällen" zwischen Geimpften und Ungeimpften zu unterscheiden. "Ungeklärt" sind diese Todesfälle – zumindest teilweise – deshalb, weil die Schulmedizin unter einem kollektiven Tunnelblick leidet, der jeden möglichen Zusammenhang mit Medikamentennebenwirkungen weitgehend ignoriert. 

Doch wenn die Zahl der ungeklärten Todesfälle konstant niedrig bleibt, wie kann man dann einen Zusammenhang zur Impfung herstellen?“, fragt die Impfexpertin weiter.

Fragen wir doch die Impfexpertin: Ist der Anteil der Ungeimpften unter den ungeklärten Todesfällen ebenfalls "konstant niedrig"? 

Die bundesweite Todesursachenstatistik für das Jahr 2007 wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erst im Juni 2008 vorliegen. Eine erste Auswertung der ungeklärten Todesfälle in 2 Bundesländern ergab für den Zeitraum Januar-Juni 2007 bisher keinen Anstieg der ungeklärten Todesfälle gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Anlässlich des HEXAVAC-Skandals (zugegeben wurden im Herbst 2004 bis zu 33 "ungeklärte Todesfälle") wurde vom RKI die sogenannte TOKEN-Studie gestartet, mit deren Hilfe man feststellen will, welche Faktoren bei SIDS eine Rolle spielen. Statt vorhandene Daten rückwirkend – und zeitnah – auszuwerten, setzte man 2005 auf eine Studie mit 3 Jahren Laufzeit. Mit Ergebnissen ist nicht vor Ende 2008 zu rechnen.
 
Die zuständigen Bundesbehörden haben viel Zeit, wann immer es um die Klärung von Impfstoffrisiken geht.
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