Dramatischer Justizirrtum: Mutter nach wahrscheinlichem Impftod ihres Kindes verurteilt

Haben die DTP-, Hib- und die orale Polioimpfung Sally Clarks Kind getötet?
Quelle: NVIC-Newsletter vom 15. Sept. 2008
Übersetzung: Astrid Fenton

„Harry war acht Wochen alt, das vorgeschriebene Alter für die erste von drei Injektionen gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten (DTP) und Hib (eine bakterielle Infektion, die Meningitis verursachen kann). Er bekam auch eine orale Polioimpfung. Sein biologisches Alter war fünf Wochen, weil er drei Wochen vor Termin geboren wurde. Wegen des vorangegangenen plötzlichen Todes seines Bruders, Christopher, wurde seine Atmung überwacht. Vom Zeitpunkt der Impfung bis zu seinem Tod war er ungewöhnlich schläfrig. Nicht viele Leute wissen dies, weil die Verteidigung bei Sally Clarks Prozeß die Immunisierung als mögliche Todesursache nicht erwähnte. Zwei Zeugen der Anklage, darunter der Kinderarzt Professor Sir Roy Meadow, versicherten der Jury, sie könne außer Acht gelassen werden. Ihre Aussagen wurden nicht bestritten, und das Thema kam auch in der Berufungsverhandlung  nicht vor. Professor Meadow, vormals Mitglied eines Unterkomitees des Department of Health, das sich mit unerwünschten Reaktionen auf Impfstoffe befaßt, sagte der Jury, er könne sich keine natürliche Erklärung für Harrys oder Christophers Tod vorstellen. Aber der DTP-Impfstoff, den beide erhielten, kann zweifelsohne bei dafür anfälligen Babys alarmierende und manchmal lebensbedrohliche Reaktionen hervorrufen. Die Pertussis (Keuchhusten)-Komponente, die aus ganzen Zellen der Mikrobe hergestellt wird, steht besonders als Ursache für andauernde Hirnschädigungen und Todesfälle unter Verdacht.“Neville Hodgkinson, The Spectator Magazine, GB, 16. Mai 2007

Kommentar von Barbara Loe Fisher:

Leider weigern sich Kinderärzte auf der ganzen Welt stur anzuerkennen, daß Impfungen Hirnschäden und Todesfälle verursachen können, und ihre kollektive Weigerung gefährdet das Leben unzähliger Kinder. Die tragische Geschichte von Sally Clark und ihrem kleinen Sohn, Harry, der starb, nachdem er 1998 an einem Tag DPT, HIB und eine orale Polioimpfung erhalten hatte, zeigt, wie gefährlich es sein kann, blind auf das zu vertrauen, was Ärzte sagen, wenn es um Impfungen geht.

Der DPT-Impfstoff ist einer der am wenigsten durchdachten und am reaktivstenen Impfstoffe, die wir Menschen je auf Massenbasis verwendet haben. Der DPT-Impfstoff enthält das Pertussistoxin (PT), eines der tödlichsten Toxine, die in der Natur vorkommen. Es wird als Hauptkomponente des B. Pertussis Bakteriums und als verantwortlich für sowohl die Stimulation der Produktion schützender Antikörper nach natürlicher Infektion oder Impfung als auch für Gehirnentzündungen während einer Pertussisinfektion oder nach Injektion pertussishaltiger Impfstoffe angesehen. Weil PT unter geeigneten Bedingungen die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, war Enzephalitis immer die gefürchtetste Komplikation von beidem – Keuchhusten und Pertussisimpfung.

Die Autoren der British National Childhood Encephalopathy Study bemerkten 1993, daß die durch die DPT-Impfung induzierte Gehirnentzündung in Zusammenhang steht mit einem großen Spektrum langfristiger Fehlfunktionen des Gehirns, die  physische und soziale Folgen für die Kinder haben und sich auf ihr Verhalten und ihre Bildung auswirken. Das IOM (Institute of Medicine, Anm. d. Übers.) bestätigte dies 1994. Anzeichen einer Gehirnentzündung innerhalb von sieben Tagen nach einer DPT- oder DPaT-Impfung sind u.a. hohes Fieber, Reizbarkeit, schrilles Schreien, langanhaltendes Weinen, Schläfrigkeit, Erbrechen, Anfälle, Kollaps und Nicht-Ansprechbarkeit, gefolgt von sofortiger Regression oder fortschreitender Veränderung der mentalen, emotionalen und physischen Gesundheit. In der Folge kommt es oft zum Tod oder zur Diagnose von geistiger Retardierung, Anfallsleiden, Lernschwächen, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, Autismus und anderer chronischer neurologischer und gesundheitlicher Probleme.

Seit den 1950er Jahren injizieren Wissenschaftler Versuchstieren das tödliche Pertussistoxin, wenn sie eine Histamin-, Serotonin- oder Endotoxinsensitivität oder eine Autoimmunenzephalomyelitis zu Versuchszwecken absichtlich herbeiführen wollen. PT induziert Lymphozytose, Leukozytose, stimuliert die Insulinausschüttung und sensibilisiert für Histamin, das an entzündlichen Reaktionen, dem zentralen Nervensystem und allergischen Reaktionen beteiligt ist. Der neuere DTaP-Impfstoff enthält immer noch Pertussistoxin mit der Fähigkeit, Gehirnentzündungen hervorzurufen, die bei anfälligen Kindern zur Funktionsstörungen des Gehirns oder anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen führen können.

Die Rolle genetischer Faktoren bei Impfschäden werden in der Arbeit der Kinderärztin Mary Megson, M.D., beleuchtet, die bei manchen Kindern einen g-alpha-Proteindefekt feststellte, der sie anfällig macht für PT-haltige Impfstoffe. Lawrence Steinmall stellte ebenfalls eine genetische Prädisposition der durch den Pertussis-Impfstoff induzierten Enzephalopathie fest, an der Gene des Haupthistokompatibilitätskomplexes beteiligt sind, die mit der genetischen Regulation der Antikörperreaktion auf Kuhmilchalbumin (ein Kuhmilcheiweiß) in Zusammenhang stehen.

Die ersten Berichte über Gehirnentzündungen und chronische Gehirnschäden, einschließlich Tod, wurden 1933 von Madsen und 1947 von Brody veröffentlicht, gefolgt von zahlreichen Berichten während der nächsten vierzig Jahre. Endlich, nach beinahe fünfzig Jahren an Beweisen in der medizinischen Literatur, bestätigte die National Childhood Encephalopathy Study (NCES), daß der DPT-Impfstoff Gehirnentzündungen und dauernde Hirnschäden bei zuvor gesunden Kindern verursacht.

Im 1985 erschienenen Buch „DPT: A Shot in the Dark“ , daß ich gemeinsam mit Harris Coulter, Ph.D., verfaßt habe, haben wir die Geschichte des Keuchhustens und der Keuchhustenimpfung im weiteren Kontext medizinischer, wissenschaftlicher, rechtlicher, sozialer und politischer Themen untersucht, die die Politik der Massenimpfungen bedingten. Das Buch, das die erste größere Kritik am System der Pflichtimpfung war, enthielt mehr als 100 Fallbeispiele von Gehirnentzündungen und Fehlfunktionen des Immunsystems in Zusammenhang mit DPT-Impfungen. Einige der Fälle beschreiben Kinder, die nach der DPT-Impfung autistisches Verhalten entwickelten. Dadurch ist das Buch der erste veröffentlichte Bericht über einen Zusammenhang zwischen Autismus und Impfung.

Kinder, bei denen heute Autismus diagnostiziert wird, haben viel mit den Kindern gemeinsam, die in „A Shot in the Dark“ beschrieben werden und in den 1970er und 80er Jahren neurologische Reaktionen auf die DPT-Impfung zeigten. (Das Buch wird jetzt bei Putnam verlegt und kann über amazon.com bezogen werden.) Viele der DPT-Impfschadensfälle im Buch zeigen Kinder mit einer persönlichen oder familiären Allergiegeschichte, besonders Milchallergie. Manche waren geimpft worden, während sie an einer gleichzeitigen viralen oder bakteriellen Infektion litten. Andere nahmen Antibiotika oder hatten kurz vor der Impfung eine Antibiotikabehandlung abgeschlossen. Zusätzlich zu neurologischen Schäden behielten viele auch chronische gastrointestinale Funktionsstörungen, neue Allergien und Autoimmunerkrankungen wie Asthma zurück. Autoimmunerkrankungen in der eigenen oder der Familiengeschichte schienen als Hochrisikofaktor für eine Reaktion auf die DPT-Impfung schwerer zu wiegen als neurologische Störungen in der Vorgeschichte, obwohl Krampfanfälle in der Vorgeschichte ebenfalls einen hohen Risikofaktor darstellten.

1996 wurde einem Kind mit geistiger Retardierung und autistischem Verhalten, die sich nach der DPT-Impfung entwickelten, eine Entschädigungszahlung gemäß des National Childhood Vaccine Injury Act gewährt, obwohl bundesstaatliche Gesundheitsfunktionäre heftig protestierten, daß es nicht bewiesen sei, daß die DPT-Impfung den Autismus verursacht habe. Das Kind war gesund gewesen bei  überdurchschnittlicher Intelligenz, bevor es im Alter von 19 Monaten innerhalb von vier Stunden nach seiner DPT-Impfung mit einem Anfall, gefolgt von tagelangem Fieber und Schreien, reagierte. Der U.S. Court of Claims gewährte die Entschädigung, wobei er mit dem Anwalt der Ankläger darin übereinstimmte, daß autistisches Verhalten das Ergebnis einer Hirnschädigung jedweder Ursache, einschließlich der DPT-Impfung, sein kann.

Vierzehn Jahre Lobbyarbeit durch Eltern führte schließlich dazu, daß 1996 ein DTaP-Impfstoff der zweiten Generation für amerikanische Babys zugelassen wurde. Dieser gereinigte  Impfstoff, der 1981 in Japan eingeführt wurde, reduzierte die Menge an Endotoxin und die Bioaktivität des Pertussistoxins durch chemische Inaktivierung mit Formaldehyd und/oder Gluteraldehyd (von beiden, Formaldehyd und Gluteraldehyd, bleiben Rückstände im Impfstoff). Da der DPaT-Impfstoff immer noch Pertussistoxin (10 – 25 mcg je Dosis)mit variierender Bioaktivität enthält, kann er immer noch Hirnentzündungen hervorrufen. Chiron, eine Firma, die in den frühen 1990er Jahren einen gentechnisch hergestellten DTaP-Impfstoff produzierte, erklärte, warum chemisch inaktiviertes PT immer ein Problem sein wird: „Genetische Entgiftung stellt sicher, daß keine aktive Form des Pertussistoxins vorhanden ist, während chemisch entgiftetes Pertussistoxin zur Toxizität zurückkehren kann.“

Zusätzlich zur Hirnentzündung kann azellulärer Keuchhustenimpfstoff eine größflächige Schwellung an der Injektionsstelle verursachen. Manche Impfforscher denken, daß diese Schwellung aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion auftrete oder in Zusammenhang steht mit durch den DTaP-Impfstoff induzierten Zytokinen des TH2-Types, Th2-Verschiebung der Immunantwort und daraus resultierender Verzögerung der TH1-Entwicklung bei manchen Kindern.

Obwohl man glaubt, daß Hirnentzündungen bei DTaP seltener auftreten als bei DTP, sind dieselben Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen, die für die DTP-Impfung galten, auch für die DTaP-Impfung anwendbar, weil der  DTaP-Impfstoff mit den gleichen Hirnentzündungen und anderen Komplikationen des Zentralnervensystems assoziiert wird wie der ganzzellige DPT-Impfstoff.

Wieviele Impftode und Hirnschäden wird es noch geben, und die Leben wievieler Eltern werden noch zerstört werden, weil Kinderärzte sich weigern anzuerkennen, daß Impstoffe Hirnentzündungen, dauerhafte Schäden und Tod verursachen können? Jeder zugelassene Impfstoff auf dem Markt hat die inhärente Fähigkeit zu schädigen oder zu töten, abhängig vom Impfstoff oder der Impfstoffkombination, die gleichzeitig gegeben wird, von den individuellen genetischen und biologischen Risikofaktoren, einschließlich einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von autoimmunologischen oder neurologischen Störungen, von Frühgeburt, gleichzeitiger viraler oder bakterieller Infektion zum Impfzeitpunkt, gleichzeitiger Belastung durch andere Umweltgifte und anderen Faktoren.

Der durch den DTP-Impfstoff herbeigeführte Tod von Sally Clarks Sohn, für den sie zu Unrecht verfolgt und grausam ins Gefängnis geschickt wurde mit der begeisterten Hilfe von Kinderärzten, die entschlossen waren, die Impfrisiken zu verbergen, hat offensichtlich jetzt vor einigen Monaten zu Sally Clarks frühzeitigem Tod geführt. Sallys Freunde sagen, sie sei an gebrochenem Herzen gestorben. Die Boshaftigkeit, mit der sie von Ärzten verfolgt wurde, die wußten, daß sie sie hätten verteidigen können, aber zu ängstlich waren, um zuzugeben, daß die Impfungen beim Tod ihres Babys eine Rolle gespielt haben könnten, spricht Bände über den moralischen Verfall unter denjenigen, die sich mehr darum sorgen, eine Eine-Größe-paßt-Allen-Impfpolitik zu stützen, als um die Verteidigung von Wahrheit und Gerechtigkeit.


Was tötete Sally Clarks Kind?
Neville Hodgkinson, The Spectator Magazine, UK, 19 May 2007

Sally Clark verbrachte dreieinhalb Jahre im Gefängnis, fälschlicherweise verurteilt wegen des Mordes an zwei ihrer Kinder, nachdem einer Jury versichert worden war, daß es keine andere Erklärung für ihre plötzlichen Tode gebe als daß sie sie vorsätzlich erstickt hätte. Aber fünf Stunden bevor man ihr zweites Kind, Harry, leblos in seinem Babystuhl fand, hatte er einen Kombiimpfstoff mit einer langen Geschichte unerwünschter Reaktionen verabreicht bekommen.

Harry war acht Wochen alt, das vorgeschriebene Alter für die erste von drei Injektionen gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten (DTP) und Hib (eine bakterielle Infektion, die Meningitis verursachen kann). Er bekam auch eine orale Polioimpfung. Sein biologisches Alter war fünf Wochen, weil er drei Wochen vor Termin geboren wurde. Wegen des vorangegangenen plötzlichen Todes seines Bruders, Christopher, wurde seine Atmung überwacht. Vom Zeitpunkt der Impfung bis zu seinem Tod war er ungewöhnlich schläfrig.

Nicht viele Leute wissen dies, weil die Verteidigung bei Sally Clarks Prozeß die Immunisierung als mögliche Todesursache nicht erwähnte. Zwei Zeugen der Anklage, darunter der Kinderarzt Professor Sir Roy Meadow, versicherten der Jury, sie könne außer Acht gelassen werden. Ihre Aussagen wurden nicht bestritten, und das Thema kam auch in der Berufungsverhandlung  nicht vor. Professor Meadow, vormals Mitglied eines Unterkomitees des Department of Health, das sich mit unerwünschten Reaktionen auf Impfstoffe befaßt, sagte der Jury, er könne sich keine natürliche Erklärung für Harrys oder Christophers Tod vorstellen.

Aber der DTP-Impfstoff, den beide erhielten, kann zweifelsohne bei dafür anfälligen Babys alarmierende und manchmal lebensbedrohliche Reaktionen hervorrufen. Die Pertussis (Keuchhusten)-Komponente, die aus ganzen Zellen der Mikrobe hergestellt wird, steht besonders als Ursache für andauernde Hirnschädigungen und Todesfälle unter Verdacht. Der Beweis wurde von Dr. Gordon Stewart, einem Professor im Ruhestand für Volksgesundheit der Universität Glasgow und  weltweit anerkannten Sachverständigen für Impfstoffsicherheit, in einem unveröffentlichten 150-seitigen Bericht an das Department of Health erbracht.

Professor Stewarts Bericht, der erstmals 1983 auf Anfrage des leitenden Wissenschaftlers abgegeben und 1998 und 2006 aktualisiert wurde, zeigt auch, daß Pertussis – im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen – unwirksam ist. Es  gab weitverbreitetes Wiederauftreten von Keuchhusten bei vollständig geimpften Kindern in England und den USA. Daher entfernten mehrere Länder, darunter Westdeutschland, Italien und Japan, ihn aus ihrem Impfprogramm für Kinder. Der Bericht fordert das UK auf, das gleiche zu tun.

Harry Clark starb 1998, als der DPT-Impfstoff auch einen umstrittenen Konservierungsstoff, Thiomersal, der zu 50% aus Quecksilber besteht, enthielt. Sein Gebrauch in Impfstoffen für Kinder wurde im UK kürzlich eingestellt, weil man befürchtet, daß er zum Anstieg an Entwicklungsstörungen, insbesondere Autismus, beigetragen hat. Letztes Jahr wurde auch der ganzzellige Keuchhustenimpfstoff im UK endlich zu Gunsten einer sichereren Version abgeschafft, Jahre später als in den meisten anderen Ländern.

Die Rechtsanwältin Sally Clark wurde nach einer großen Kampagne durch Freunde, Familie und andere Unterstützer, die einen gewaltigen Justizirrtum erkannten, auf freien Fuß gesetzt. Ihre Geschichte wurde von John Batt, ebenfalls Rechtsanwalt und ein Freund der Familie, in seinem Buch „Stolen Innocence“ erzählt, das vom British Medical Journal als „schreckliche Anklage des Strafsystems, der Anwaltschaft und der eigenen Experten“ bezeichnet wurde. Das Buch hob anscheinend willkürliche, wechselnde und widersprüchliche „Experten“–meinungen hervor. Wo manche Zeichen von Mißbrauch sahen, vertraten andere nachdrücklich die Ansicht, daß dies wahrscheinlich Fehlinterpretationen natürlicher Ereignisse, einschließlich Verletzung bei der Geburt und post mortem, seien. Frau Clark hatte ein ernstes Trinkproblem, das sich nach Christophers Tod verschlimmerte; aber es gab keinen Beleg dafür, daß sie ihren Kindern gegenüber etwas anderes gewesen wäre als eine sorgende Mutter.

Der Hauptgrund für ihre letztendliche Freilassung war die Entdeckung eines mikrobiologischen Berichtes, nicht offen gelegt für die Verteidigung, der zeigte, daß Harry eine verbreitete bakterielle Infektion hatte, als er starb. Wieder waren sich die Experten uneinig über die Bedeutung dieses Berichtes, aber in der zweiten Berufung entschieden die Richter, daß er die Verurteilungen unsicher mache.

Diese Rehabilitation kam zu spät. Am 16. März diesen Jahres fand man Sally Clark tot im Familiensitz in Essex. Sie war 42. Eine gerichtliche Untersuchung ergab, daß sie anscheinend eines natürlichen Todes gestorben war. Die Ergebnisse genauerer Tests stehen noch aus, aber Freunde gehen davon aus, daß sie an gebrochenem Herzen starb. Sie hatte davon gesprochen, daß ihre letztendliche Freilassung ihren Leidensweg nicht beendet habe; davon, daß sie nicht das Gefühl habe, ihre Unschuld jemals wirklich bewiesen zu haben.

Könnte das daran legen, daß der wahrscheinlichste Grund für Harrys Tod – eine unerwünschte Reaktion auf die Impfung – weder der Jury dargelegt wurde noch Teil der öffentlichen Debatte im Umfeld des Prozesses war?

Eine Untersuchung juristischer und anderer Schriftwechsel zu dem Thema brachte den Grund für diese außerordentliche Unterlassung ans Licht. Er besteht darin, daß die Experten für die Gesundheit von Kindern infolge des allgemeinen Verlustes des Vertrauens in Impfungen, als das Risiko einer Gehirnschädigung erstmals bekannt gemacht wurde, versuchten eine einheitliche Front zu wahren, um einer weiteren Debatte vorzubeugen. Selbst Kinderärzte, die als Zeugen für Frau Clark auftraten, sagten den Anwälten der Verteidigung, daß sie es abstreiten würden, wenn die Impfung als mögliche Ursache für Harrys Tod erwähnt würde. Weil sie die Jury nicht verwirren wollten, und die Richter  sich in der Vergangenheit stets vor der vorherrschenden medizinischen Meinung verbeugt hatten, beschloß die Verteidigung, in diesem Punkt Stillschweigen zu bewahren.

Im Nachhinein ist klar, daß dies eine schlechte Entscheidung war. Nicht nur für Sally Clark, ihren Ehemann, ihr überlebendes Kind, ihre Familie und Freunde, sondern wegen der Unterdrückung von Beweismaterial von möglicherweise zentraler Bedeutung für die Volksgesundheit. Todesfälle und größere Schäden durch Impfungen sind selten, aber wenn die Fachwelt den Fällen, die auftreten, mit einer Vogel-Strauß-Politik begegnen – und statt dessen die Eltern beschuldigen – könnte dies beste Voraussetzungen für eine größere Katastrophe schaffen.

Tatsächlich könnte die Katastrophe bereits eingetreten sein. Vor 1990 wurde Babys der Impfstoff im Alter von 3, 5 und 10 Monaten verabreicht. 1990 wurde trotz vorhergehender Meinungsstreits hinsichtlich der Sicherheit ein beschleunigtes Schema mit Injektionen im Alter von 2, 3 und 4 Monaten eingeführt. Dies bedeutete, daß die Babys im Verhältnis zum Körpergewicht jetzt einer größeren Quecksilber- und Toxinbelastung durch den Impfstoff ausgesetzt waren als vorher, und das in einem jüngeren Alter. Es gibt Befürchtungen, daß dieses erhöhte Risiko in der frühen Kindheit zu einem großen Anstieg an Störungen beigetragen haben könnte , die in Verbindung stehen mit unterschiedlich schweren Störungen der Vernetzung im Gehirn.

Laut einer großen Studie, die 2004 im UK durchgeführt wurde, hatte ein Kind unter hundert im Alter von 5 bis 16 Jahren eine Diagnose aus dem Autismusspektrum, einer Bandbreite  von Beeinträchtigungen in der Entwicklung, die die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten beeinflussen und manchmal mit Verhaltensstörungen einschließlich Hyperaktivität und Impulsivität einhergehen. Obwohl dies eine „Schnappschußstudie“ war, die nichts über Veränderungen im Laufe der Zeit aussagte, zeigten frühere kleinere Studien ein wesentlich geringeres Auftreten.

In den USA, wo die Bestimmungen zur Arzneimittelsicherheit und der Gebrauch von Arzneimitteln oftmals denen im UK entsprechen, basiert die Diagnose Autismus seit 1994 auf klaren Kriterien, die im Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders beschrieben sind. Die medizinische Diagnose wird üblicherweise von Spezialisten in der Sonderschule überprüft, bevor in den verschiedenen Schulbezirken Leistungen zur Verfügung gestellt werden. 1994 erhielten  22.780 Kinder im Alter von 6 bis 21 die Diagnose Autismus oder Störung aus dem Autismusspektrum. Bis 2004 war diese Zahl auf 140.972 gestiegen.

Die Debatte über die möglichen Ursachen dieser Veränderung dauert an. Manche sagen, der Anstieg sei nur scheinbar und auf ein größeres Bewußtsein oder Modediagnosen zurückzuführen. Andere verweisen auf die steigende Fähigkeit der Medizin, frühstgeborene Babys am Leben zu erhalten. Lisa Blakemore-Brown, auf Autismus und verwandte Störungen spezialisierte Psychologin, sagt, daß sie in den 1980er und 1990er Jahren einen klaren Anstieg der Fälle beobachtete, und glaubt, daß in der Folge viele Lehrer, Eltern und Kinder massiv leiden – vor allem, wenn die Natur des Problems nicht sofort erkannt wird. Ihr Buch „Reweaving the Autistic Tapestry“ wurde 2003 in einer Debatte des Oberhauses  erwähnt als „von jedem Schulamt und Gesundheitsamt zu lesen“. Fachleute sprachen auch davon, daß es oft das Justizsystem ist, das sich letztendlich um viele der betroffenen Kinder kümmern muß.

Blakemore-Brown hat heute keinen Zweifel, daß Impfungen daran beteiligt sind, auch wenn sie diese Verbindung mehrere Jahre lang nicht gesehen hat. Zuvor waren ihr Hauptanliegen die besten Diagnosemethoden, Erziehung und Behandlung; zu einer Zeit, in der viele der Schwierigkeiten, die die Kinder hatten, nicht erkannt oder verstanden wurden. Nach und nach schenkte sie den Berichten von Eltern Aufmerksamkeit, daß Kinder sich unmittelbar nach einer Impfung verändert hätten.

Manchmal gab es ein Video als Beweis. So als ein kleines Mädchen gefilmt wurde, wie sie genüßlich aß, und später am selben Tag – alle Zeiten und Daten automatisch auf dem Film dokumentiert – nach der DTP-Impfung platt auf dem Boden liegend. Am nächsten Tag war sie ein anderes Kind, sabbernd und ihr Mund machte seltsame Bewegungen. Später sah man sie mit „toten“ Augen, wie ihre Mutter es beschrieb. Blakemore-Brown hierzu: „Ich sah das Kind, als sie acht Jahre alt war. Zu dem Zeitpunkt hatte sie schon jahrelange Lernschwierigkeiten hinter sich, manche sehr subtil, aber dennoch nachteilig für ihr Leben. Der Kampf, den ihre Eltern hatten, um für sie Schulbildung zu bekommen, war ungemein.“ Die Mutter mußte sich sogar gegen die Anschuldigung wehren, sie leide unter dem Münchhausenstellvertretersyndrom, bei dem Eltern falsche Krankheiten für ihre Kinder erfinden und manchmal Symptome vortäuschen oder durch absichtliche Schädigung hervorrufen.

Professor Sir Roy Meadow hat das Münchhausenstellvertretersyndrom als erster beschrieben. Nachdem er zunächst für seine Arbeit auf diesem Gebiet gefeiert wurde, wurde er 2005 vom General Medical Council entlassen, weil er falsche und irreführende Beweise lieferte, mit deren Hilfe Sally und zwei weitere Mütter fälschlicherweise wegen Mordes an ihren Kindern verurteilt wurden. Letztes Jahr wurde er nach einer Beschwerde beim High Court in London wieder eingestellt. Herr Justice Collins sagte aus, er habe in gutem Glauben gehandelt, als er die Beweise bei der Clark-Verhandlung vortrug, einschließlich seiner viel propagierten Behauptung, daß die Wahrscheinlichkeit zweier plötzlicher Kindstode in einer Familie wie den Clarks 73 Millionen zu eins betrage. Studien zufolge wäre 64 zu eins eine realistischere Zahl. Der Richter sagte, er habe „einen Fehler gemacht; es war ein Fehler der leicht passiert und weitverbreitet ist.“

Selbstverständlich ist Professor Meadow hoch geachtet und er hat einen herausragenden Beitrag zur Medizin geleistet. Aber war es wirklich ein so unschuldiger Fehler? Oder vermied der Professor – gemeinsam mit seinen pädiatrischen Kollegen -  der Realität ins Gesicht zu sehen, einer unangenehmen für Fachleute, die über Jahre eine umstrittene Impfung verteidigt habe: daß wenn ein kleines Baby fünf Stunden nach einer Injektion stirbt, ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Ereignissen wohl wahrscheinlicher ist, als daß die Mutter eine Mörderin ist.

22.07.2016
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