Neue Studie: Je mehr Thiomersal, desto größer das Risiko einer neurologischen Störung

(ir) Eine unabhängige Auswertung der US-Gesundheitsdatenbank "Vaccine Safety Link" (VSD) erbrachte einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Menge an Thiomersal, die Kindern durch Impfstoffe verabreicht wurde und der Neigung zu neurologischen Störungen wie Autismus oder ADHS. Ältere Auswertungen durch die US-Seuchenbehörde CDC hatten diesen Zusammenhang noch verneint. - Journal of the neurological sciences, April 2008

Abstract:

Thiomersalbelastung bei Kindern und neuronale Entwicklungsstörungen:

Eine Beurteilung der computerisierten medizinischen Aufzeichnungen in der Datenbank zur Impfstoffsicherheit, Vaccine Safety Datalink.

Abteilung für Epidemiologie und Biostatistik der Schule für Volksgesundheit und Gesundheitsdienste an der George Washington Universität, USA.

Die Studie bewertet mögliche Verbindungen zwischen neuronalen Entwicklungsstörungen und der Quecksilberbelastung durch thiomersalhaltige Impfstoffe anhand einer Auswertung der automatisierten Datenbank zur Impfstoffsicherheit.

In der Datenbank fanden sich in den Geburtsjahrgängen 1990 – 1996 insgesamt 278.624 Kinder, die ihre erste orale Polioimpfung bis zum Alter von 3 Monaten erhalten hatten. Die Verbreitungsraten medizinisch diagnostizierter neuronaler Entwicklungsstörungen entsprechend der International Classification of Disease, 9. Überarbeitung (ICD-9), und die von Kontrollerkrankungen  wurden berechnet. Die Quecksilberbelastung durch thiomersalhaltige Impfstoffe wurden je Jahrgang für bestimmte Fenster, in denen die Belastung auftrat - ab dem 7. Lebensmonat und ab dem 13. Lebensmonat- berechnet. Die Poisson-Regressionsanalyse wurde benutzt, um den  Zusammenhang zwischen dem  Auftreten der Erkrankungen und der Quecksilberdosen aus thiomersalhaltigen Impfstoffen darzustellen.

Übereinstimmend signifikant erhöhte Raten fanden sich für Autismus, Störungen aus dem Autismusspektrum, nervöse Krämpfe, Aufmerksamkeitsdefizitstörungen und emotionale Störungen unter Quecksilberbelastung durch thiomersalhaltige Impfstoffe. Im Gegensatz dazu zeigten  sich bei keiner der Kontrollerkrankungen signifikant erhöhte Raten unter Quecksilberbelastung durch thiomersalhaltige Impfstoffe.

Routinemäßige Impfungen im Kindesalter sollten beibehalten werden, um die Erkrankungs-  und Sterblichkeitsrate im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten zu senken, aber es sollten Anstrengungen unternommen werden, um Quecksilber aus Impfstoffen zu entfernen. Weitere Studien sollten durchgeführt werden, um den Zusammenhang zwischen Quecksilberbelastung und neuronalen Entwicklungsstörungen genauer bewerten zu können.

Übersetzung: Astrid Fenton 

 

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