Zweierlei Maß: Todesfälle nach Infektion und nach Impfung

H1N1-infizierte Schülerin stirbt - weitere Untersuchungen

(...) Bundesweit sind bislang neun Menschen an den Folgen einer H1N1-Infektion gestorben - unter ihnen zwei, die keinerlei Vorerkrankungen hatten. - Die ZEIT online vom 7. November 2009

 

Zweierlei Maß

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, wie die Impfbefürworter jeden Todesfall mit positivem Schweinegrippe-Labortest, der bei einem Gesunden auftritt, regelrecht als "Beweis" für die Gefährlichkeit der "Seuche" feiert. Um einordnen zu können, was hier geschieht, ist es vielleicht gut, sich die Haltung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zu "unklaren" Todesfällen nach Impfung zu vergegenwärtigen. Im Jahr 2007 starb völlig überraschend eine 18jährige gesunde junge Frau innerhalb eines Tages nach der Impfung mit GARDASIL. Todesursache laut PEI-Meldedatenbank: "Plötzlicher ungeklärter Tod".

Begründung des PEI, warum dieser Todesfall mit der vorausgegangenen Impfung nichts zu tun haben kann:

"Unklare plötzliche Todesfälle sind sehr seltene Ereignisse, die mit unterschiedlicher Häufigkeit in jedem Lebensalter auftreten. Laut Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes gab es z.B. im Jahr 2006 in Deutschland in der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen 58 Todesfälle mit unklarer Ursache (...). Unter diesen Fällen waren 22 weibliche Personen, die Gesamtzahl weiblicher Personen in dieser Altersgruppe im gleichen Jahr betrug 2,32 Millionen.

Wenn auch die Todesursachenstatistik wegen ihr innewohnender Unsicherheiten z.B. in der Verschlüsselung in diesem Fall nur begrenzt zu Untersuchungen von Häufigkeiten herangezogen werden kann, so sagt sie doch aus, dass derartige ungeklärte plötzliche Todesfälle auftreten (...). Das heißt, dass bei Impfung eines großen Teils dieser Bevölkerungsgruppe auch rein zufällig mit derartigen Todesfällen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gerechnet werden muss.

Dummerweise werden im Moment ausschließlich Erkrankte auf ihren Schweinegrippe-Virenstatus überprüft. Würde man sämtliche Deutsche auf ihren H1N1-Virenstatus prüfen, hätten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Millionen ein viruspositives Ergebnis. Immerhin kursiert das Virus (aus schulmedizinischer Sicht) seit Monaten in der gesamten Bevölkerung, so dass aufgrund der abbrechenden Erkrankungskurve des Monats August von einer allgemeinen Durchseuchung ausgegangen werden kann.

Würde man bei den bisherigen neun Todesfällen mit H1N1-Diagnose - insbesondere bei den beiden zuvor Gesunden -  die gleichen Maßstäbe anlegen, wie es das PEI bei den Todesfällen nach Impfungen tut, müsste das Urteil lauten:

"Aufgrund der weitgehenden Durchseuchung der Bevölkerung mit dem H1N1-Virus lässt es sich nicht vermeiden, dass immer wieder Todesfälle auftreten, bei denen auch ein H1N1-positiver Test vorliegt. Dieser zeitliche Zusammenhang ist jedoch zufällig und kein Beweis für einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang."

 

 

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