HPV-Impfung: "Teuer und vorschnell"

Vorwürfe gegen die Impfung gegen das Humane Papillomavirus

"Medizin. - Seit einem Jahr ist in Deutschland die Impfung gegen das Humane Papillomavirus möglich, das für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt die Immunisierung zum Schutz gegen Krebs. Doch es regt sich auch Widerstand.

Humane Papillomaviren, werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Und zwar ziemlich oft. Sieben von zehn Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal damit. Die Gynäkologin Dr. Edith Bauer vom Arbeitskreis Frauengesundheit in Berlin relativiert allerdings:

"Im Normalfall bedeutet das gar nichts, weil diese Virusinfektionen unbemerkt verlaufen, ganz selten überhaupt irgendwelche Symptome machen, und bei einer guten Immunabwehr wieder problemlos und folgenlos ausheilen."

Es gibt circa 100 verschiedene Typen von HPV. Mindestens 16 davon gelten jedoch als riskant und können zu kritischen Gewebeveränderungen führen. Die Impfung mit Gardasil schützt gegen vier davon. Darunter gegen die am häufigsten vorkommenden Typen 16 und 18.

"Die Pharmaindustrie, die produzierenden Firmen, verkünden ja im Zusammenhang mit der HPV-Impfung, das sei ein Durchbruch in der Krebsprävention. Das ist im großen Maße irreführend."

Professor Rolf Rosenbrock ist Leiter der Forschungsgruppe Public Health am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Die Impfung sei viel zu schnell eingeführt worden, die Beweise für den Schutz seien nicht stichhaltig. und die Risiken bislang ungeklärt, fasst er die Argumente der Kritiker zusammen:

"In der Tat. Man muss ohnehin feststellen, dass die Studienlage bei der Zulassung dieser Impfstoffe außergewöhnlich dünn war, und sich die Fachwelt fragt, wie die Ständige Impfkommission auf Basis dieser Studienergebnisse so zügig ihr Plazet gegeben hat." (...)" Deutschlandfunk vom 15. Nov. 2007

 

 

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