Ein Jahr nach dem Ende der Homöopathie

Ein Jahr nach dem Ende der Homöopathie

Der große Bluff

Ende August letzten Jahres erschien in der britischen Fachzeitschrift The Lancet die angeblich "größte Homöopathiestudie" - und das Ergebnis war vernichtend. Die Wirkung sei nicht größer als Placebo und das Editorial wurde mit "The End of Homeopathy" überschrieben. Ein Jahr danach ist es sehr still geworden um den Schweizer Studienleiter Matthias Egger.

Die Studie schlug ein.

In Deutschland und in anderen europäischen Staaten griffen Medien das Thema auf und fassten zusammen, was The Lancet veröffentlicht hatte und was ihnen Prof. Matthias Egger der Universität Bern im Interview erzählte. Unkritisch war die Berichterstattung in der Publikumspresse. Spiegel-Online vom 26. August 2005: "Medizinische Studie: Homöopathie beruht auf Einbildung". Oder die Süddeutsche Zeitung vom 13. September 2005: "Chronischer Mangel an Beweisen". (...)"

Der Studie wurde die Rolle einer Überstudie zugedacht, die das Ende der über 200jährigen - doch recht erfolgreichen Geschichte - der Homöopathie bereiten sollte. In der Fachpresse kamen nach und nach Fakten auf den Tisch, die zeigten, dass diese Studie nichts als eine „statistische Operation“ ist, so die Schweizerische Ärztezeitung. Am Anfang standen 110 Studien verschiedener Bereiche der Homöopathie – es wurden Einzelmittel- und Komplexmittelverordnungen gemischt (!) – und 110 Studien der Schulmedizin. Das Ergebnis war positiv für die Homöopathie, sprich höher als Placebo. Dieses positive Ergebnis wurde weder in der Publikumspresse noch im Lancet Editorial auch nur erwähnt. Dann wurden die insgesamt 220 Studien zunächst auf 21 homöopathische und acht konventionelle Studien „höheren Standards“ reduziert, schließlich wurde noch einmal reduziert, es blieben nun acht Homöopathie-Studien und sechs konventionelle. Durch statistische Hochrechnung wurde "die größte Homöopathiestudie aller Zeiten" erreicht, mit dem Ergebnis, dass „die klinischen Effekte der Homöopathie Placeboeffekte sind.“

Weder die Auswahlkriterien noch die Studien wurden genannt

Einige Studiendaten wurden am 23. Dezember 2005 nach vielen internationalen Protesten auf der Universitätswebseite genannt.
„Die Studie ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurde“; urteilt Peter Mattmann, Mitglied der Expertengruppe, die das vom Schweizer Gesundheitsministerium 1999 in Auftrag gegebenen Programm Evaluation Komplementärmedizin (PEK) von Anfang an begleitet hatte. Mattmanns Begründung: „Die Berner Wissenschaftler haben einen völlig falschen Ansatz gewählt, der der Homöopathie nicht gerecht wird. Ihre Studie ist mit grundlegenden Fehlern behaftet. Die Aussagekraft ist gleich null.“

Für Gesundheitsminister Pascal Couchepin sah das anders aus. Die Studie diente ihm dazu, die Homöopathie im Juni 2005 aus der Regelversorgung des schweizerischen Gesundheitssystems zu streichen, in die sie und vier weitere Therapierichtungen probeweise aufgenommen waren. Die PEK-Hauptstudie durfte nicht veröffentlicht werden. Das Ministerium hatte unter Androhung rechtlicher Schritte ein Verbot im April 2005 ausgesprochen. Denn der erste Schlussbericht war nicht im Sinne Couchepins. Er enthielt die Empfehlung, anthroposophische Medizin, Phythotherapie und Homöopathie in der Grundversicherung zu belassen. Dies wurde auf Veranlassung vom Minister gestrichen. Der wissenschaftliche Beirat mit Forschern aus verschiedenen europäischen Ländern wurde zunächst vom Ministerium aufgelöst. Per Mail wurde den anerkannten Professoren mitgeteilt, dass ihre Aufgabe beendet sei.

Erst auf öffentlichen Druck kam es zu einer abschließenden Sitzung – die dann jedoch erst nach der Entscheidung von Couchepin stattfand. Einen gedruckten Schlussbericht aber gibt es bis heute nicht. Dann würde laut Peter Mattmann öffentlich, dass „eine homöopathische Praxis nur die Hälfte der Kosten einer durchschnittlichen Grundversorgungspraxis verursacht“. Die Langzeitstudie hat gezeigt, dass homöopathisch behandelte Patienten seltener stationär behandelt werden müssten, weniger teure Spezialbehandlungen in Anspruch nehmen würden und weniger an Nebenwirkungen von Arzneimitteln litten als konventionell behandelte Patienten. „Vergleicht man die Kosten pro Patient, sparen wir gegenüber der Schulmedizin rund 60 Millionen Franken (ca. 38 Millionen Euro) ein“, sagt der Arzt Mattmann.
Quelle: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, 27. Nov. 2006

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