Unterrichtsausschluss wegen Masern? So können Sie sich wehren!

(Echterdingen, 2.6.2007) Einem bisher noch unbestätigten Bericht zufolge wurde heute in Nordrhein-Westfalen erstmals eine Waldorfschule wegen Masern von der lokalen Gesundheitsbehörde geschlossen.

Es ist zu befürchten, dass die Situation weiter eskaliert und tatsächlich dazu führt, dass einzelne Bundesländer kurzfristig eine Impfpflicht gegen Masern einführen, zumindest aber den bereits bestehenden enormen Druck auf Eltern und Schulen (insbesondere Freie Schulen und auch Kindergärten) weiter erhöhen werden.

In der Anlage finden Sie einen Artikel, den ich in Abstimmung mit meinem Rechtsanwalt soeben fertiggestellt habe und der am 8. Juni in der verspäteten März/April Ausgabe der Zeitschrift "impf-report" erscheinen wird. In diesem Artikel geht es um die jurististen Mög- lichkeiten, die wir Eltern haben, uns gegen Behördenwillkür zu wehren.

Da ich selbst ein Kind auf einer freien Schule habe, kann es durchaus sein, dass ich demnächst selbst betroffen sein werde. In so ei- nem Fall ist es notwendig, ohne Zeitverlust zu handeln und mög- lichst noch am gleichen Tag eine Einstweilige Verfügung beim zuständigen Verwaltungsgericht zu beantragen. Einen Rechtsanwalt braucht man dazu nicht zwingend, es ist aber auf jeden Fall ratsam, einen Fachmann von Anfang an hinzuzuziehen, sofern die Zeit reicht.

Es ist wichtig zu verstehen, dass nur wir selbst unsere Grundrechte auf Gewissensfreiheit (begründete Impfentscheidung), Gleichbehand- lung (gegenüber Geimpften) und körperliche Unversehrtheit (Nötigung zur Impfung) vor Gericht erstreiten können und dass dies niemand anderes für uns tun kann.

Natürlich können einzelne Urteile zu Präzedenzfällen - und damit auch zu einer Richtschnur für die allgemeine Rechtssprechung wer- den. Doch bis es soweit kommt, wird Zeit vergehen - zu spät für die Kinder, die in diesen Tagen Opfer von Behördenwillkür und einer völlig außer Kontrolle geratenen und von egoistischen Einzelinte-
ressen gesteuerten Medizin werden.

In wenigstens einem konkreten Fall wird der gemeinnützige Verein "Arbeitsgemeinschaft Bürgerrecht & Gesundheit e.V." AGBUG (www.agbug.de) in Zusammenarbeit mit dem "Netzwerk für unabhängige Impfaufklärung" NEFUNI (www.impfkritik.de) die rechtliche Klärung mittels einer Feststellungsklage vorantreiben. Diese Klage ist gerade in Vorbereitung. Ob wir zu mehr in der Lage sein werden,bleibt abzuwarten und hängt vor allem auch von unseren finanziellen Möglichkeiten ab. Bitte verlassen Sie sich im Falle eigener Betrof- fenheit nicht allein auf uns und prüfen Sie, ob der beiliegende Ar- tikel für Sie eine Entscheidungshilfe für Ihr eigenes Vorgehen im Falle eines Falles bieten kann. Vielleicht ist es auch eine gute Idee, sich mit anderen Eltern auszutauschen und abzustimmen.

Bitte beachten Sie auch unseren Spendenaufruf aus dem Newsletter Nr. 09/2007 unter http://www.impf-report.de/jahrgang/2007/09.htm. In den nächsten Tagen werden wir die Liste der bisher eingegangenen Spenden mit dem aktuellen Stand und Rechenschaft über die Verwendung der Gelder auf www.agbug.de aktualisieren.

Als zweite Anlage finden Sie einen Ärzte-Fragebogen zu Masern, den der Vorstand von AGBUG e.V. (u.a. zwei Ärzte und eine Heilpraktike- rin) ausgearbeitet hat und zuverlässigere Daten darüber liefern soll, welchen Unterschied es bezüglich dem Risiko von Masernkompli- kationen macht, ob ein Kind konventionell oder naturheilkundlich behandelt wird. Bitte geben Sie diesen Fragebogen an Ihnen bekannte Ärzte, die möglicherweise in den letzten Jahren Masernfälle in ihrer Praxis hatten, weiter. - impf-report Newsletter Nr. 11/2007 vom 2. Juni 2007


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