Schweiz peitscht Zulassung von Schweinegrippe-Impfstoff CELTURA durch

(ht) Obwohl der Pandemie-Impfstoff CELTURA von Novartis eine völlige Neuentwicklung darstellt und nicht wie die Konkurrenzimpfstoffe PANDEMRIX, FOCETRIA und CELVAPAN auf vorzugelassenen Pandemie-Muster-Impfstoffen beruht, wurde er jetzt nach Deutschland auch in der Schweiz im Eilverfahren zugelassen. Wie bei den anderen Pandemie-Impfstoffen liegt kein Wirkungsnachweis in Form eines gesundheitlichen Vorteils gegenüber dem Nichtimpfen vor und die Nebenwirkungen wurden in herstellerfinanzierten Kleinstudien nur wenige Wochen lang erfasst. Mittel- und langfristige Nebenwirkungen, und solche, die seltener auftreten, konnten durch diese Studien nicht erfasst werden.

In Deutschland werden die Produktinformationen zu CELTURA von der Zulassungsbehörde PEI noch streng vertraulich behandelt. Allerdings ist der Impfstoff auch noch nicht verfügbar. In der Schweiz dagegen ist jetzt die Fachinformation zu CELTURA online abrufbar.

Die Vermehrung des Impfvirus geschieht auf der Basis sogenannter MCDK-Zellkulturen. Das sind krebsartige Hundenierenzellen des Cockerspaniels. Im Tierversuch haben diese Zellen Krebs ausgelöst. Das arznei-telegramm schreibt dazu bereits im Dezember 2007:

"Bei den MDCK-Zellen handelt es sich um eine tumorigene Zelllinie, das heißt, die Zellen können in einem Wirtsorganismus Tumoren ausbilden. Je weniger Zellen im Tierversuch dafür benötigt werden, desto ausgeprägter ist die Tumorigenität. Von den zur OPTAFLU-Herstellung verwendeten MDCK-Zellen reichen zehn, um in Nacktmäusen Tumoren zu bilden. Sie gelten daher als hoch tumorigen."

 

 

 

 

 

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