NRW: Infizierte Rinder erkranken nicht an neuem Virustyp

"(lk) Bei Rindern in Niedersachsen ist ein neuer Virustyp der Blauzungenkrankheit aufgetreten. Seit dem 5. November 2008 wurde der neue Virus BTV-6 bei neun Rindern aus insgesamt acht Betrieben in der Grafschaft Bentheim nachgewiesen. Es sind jedoch keine Symptome aufgetreten. (...)" - Pressemitteilung des Landkreis Lüneburg vom 13. Nov. 2008

Kommentar:

Der Laie staunt und der Fachmann wundert sich: Es ist also möglich, dass sich Rinder mit dem angeblich so gefährlichen Virus BTV-6 infizieren - ohne zu erkranken? Wie haben sich die Tiere überhaupt anstecken können, wo doch die Zeit der blutsaugenden Mücken (die angeblichen Überträger der Krankheit) schon vorbei ist?

Wenn eine Infektion möglich ist, ohne dass (ungeimpfte!) Tiere erkranken, dann ist das angebliche Virus möglicherweise gar nicht so gefährlich wie behauptet. 

Eine andere Erklärung für die angebliche Ansteckung ohne Erkrankung wäre ein Versagen der Labortests, mit denen die Viren nachgewiesen werden. Während alle Messgeräte für Gewicht, Längen und Volumen streng geeicht sind, sodass 50 Liter Benzin auf der Anzeige der Zapfsäule auch 50 Liter Benzin in Ihrem Tank bedeuten, gibt es für die Eichung von Labortests, mit denen Infektionen nachgewiesen werden, keine zentrale Eichbehörde. Worauf die Labortests reagieren, ist ungewiss. Zumindest müssen wir hier mehr oder weniger den Herstellern der Tests vertrauen. Einer der größten Hersteller von Labortests, der Schweizer Pharma-Konzern Roche, verkauft auch Medikamente zur Bekämpfung von Erregern - profitiert also direkt von Diagnosen, die mittels dieser Tests gestellt wurden.

 

 

 

 

 

 


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