HPV: Wurde das Nobelpreis-Komitee gekauft?

(ht) Die Vergabe des diesjährigen Nobelpreises für Medizin an den deutschen Forscher Harald zur Hausen gerät ins Zwielicht. Laut einer Meldung der TAZ vom 10. Dezember gab Christer van der Kwast, Oberstaatsanwalt bei der schwedischen Spezialeinheit für Korruptionsbekämpfung, bekannt, "dass seine Behörde eine Prüfung eingeleitet habe, ob es Grund für die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens unter anderem wegen Bestechung im Zusammenhang mit dem diesjährigen Medizinnobelpreis gibt." Nur wenige Tage vorher sei die Nobelstiftung, so die TAZ, wegen eines umstrittenen Sponsor-Abkommens mit dem US-Waffenproduzenten Honeywell ins Zwielicht geraten.

Erst vor wenigen Monaten habe die Nobel-Stiftung ein Sponsor-Abkommen mit dem Pharmakonzern Astra-Zeneca abgeschlossen. Astra-Zeneca besitze seit dem Aufkauf des Konzerns Medimmune im April 2007 Patente zur Herstellung von HPV-Impfstoffen und habe allein 2007 weit über 200 Millionen Dollar aufgrund von HPV-Lizenzen eingenommen.

Die TAZ schreibt weiter: "Laut Michael Sohlman, Chef der Nobelstiftung, habe Astra Zeneca schon deshalb nicht die Möglichkeit gehabt, die Preisvergabe zu beeinflussen, da auch die Nobel-Stiftung selbst auf diese keinen Einfluss habe. Einen Einfluss auf die Preisvergabe hatte aber das Preiskomiteemitglied Bo Angelin, der als „Non-Executive Director" im Vorstand von Astra-Zeneca sitzt. Gegenüber Medien gibt er jetzt an, über einen Zusammenhang zwischen dem Preis und Astra-Zenecas Geschäften „nicht einmal nachgedacht zu haben". Er habe sich deshalb auch an der Abstimmung beteiligt.Ein weiteres Preiskomiteemitglied war dem Arzneimittelkonzern bis 2006 als Ratgeber verbunden."

Auch Medizinprofessor Hans Jörnvall, Sekretär des Medizinnobelpreiskomitees, habe aufgrund einer zu großen Nähe zu ökonomischen Interessen Zweifel geäußert. - TAZ vom 10. Dezember 2008

Auf der Lohnliste von Astra Zeneca

(...) Sveriges Radio (SR) hat diese Woche berichtet, dass Astra Zeneca seit etwa einem halben Jahr Hauptsponsor der Stiftungs-Töchter Nobel Media (zuständig für Kontrolle und Vermarktung der Medienrechte der Nobelstiftung) und Nobel Webb (zuständig für den Betrieb der Website nobelprize.org) ist. Der Inhalt des Sponsoring-Vertrags ist geheim. Der Pharmakonzern dürfte die zwei Firmen jedoch mit Millionenbeträgen unterstützen.

Gemäss den Enthüllungen von SR stehen zudem mehrere Personen, die in die Vergabe des Nobelpreises für Medizin involviert sind, auf der Lohnliste von Astra Zeneca: Bo Angelin, Mitglied des Nobelpreiskomitees, ist Verwaltungsrat von Astra Zeneca. Zudem hatte Bertil Friedholm, der Vorsitzende des Nobelkomitees am Karolinska Institutet, im Jahr 2006 zwei Beratungsaufträge für das Pharmaunternehmen wahrgenommen. (...) - NZZ vom 12. Dez. 2008


Kratzer auf einer Medaille

In Stockholm werden am Mittwoch die Nobelpreise in fünf Kategorien feierlich übergeben. Die diesjährige Zeremonie wird allerdings von Enthüllungen überschattet, die dem Ruf der Nobel-Institutionen als unanfechtbare Hüter des Erbes von Preisstifter Alfred Nobel Kratzer zufügen. (...) - Der STANDARD online vom 9. Dez. 2008


Korruptionsverdacht bei Medizinnobelpreis-Auszeichung ist für den SPIEGEL kein Thema

Die Staatsanwaltschaft untersucht Verbindungen zwischen einem Pharmakonzern Astra Zeneca und dem Nobelpreiskomitee. Hintergrund: Der britisch-schwedische Pharmakonzern sponsert die Nobelstiftung und profitiert von der diesjährigen Verleihung des Medizinnobelpreises an den deutschen Forscher Harald zur Hausen. So besitzt Astra-Zeneca Patente zur Herstellung von Impfstoffen gegen mehrere Varianten des Humanen Papillomaviruses (HPV), die als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs gelten. Und ausgerechnet dem Heidelberger Krebsforscher Harald zur Hausen wird dieses Jahr der Medizinnobelpreis zuerkannt für die These, dass HPV Gebärmutterhalskrebs auslöst. Dadurch haben die zuletzt erneut stark in die Kritik geratenen HPV-Impfstoffe eine enorme Aufmerksamkeit und einen kräftigen Verkaufsschub bekommen.

Von dieser pikanten Angelegenheit erfährt man vom SPIEGEL aber nichts. Statt dessen erfährt man auf SPIEGEL Online lediglich, dass die Impf-Befürworter den Kritikern der HPV-Impfung „Unseriösitäten vorwerfen“ (...)
- SPIEGELBlog vom 14. Dez. 2008


Teilnahme am Nobel-Symposium abgesagt

(...) Die Teilnahme an dem  für Ende vergangener Woche geplante Nachmittagssymposium in Stockholm haben sowohl er als auch die beiden anderen Medizin-Nobelpreisträger, die HIV-Forscher Françoise Barré-Sinoussi and Luc Montagnier, kurzfrstig abgesagt. Grund: Astra-Zeneca war Sponsor der Veranstaltung (Man stelle sich vor, zur Hausen hätte dem Sponsor danken müssen für das Event!) (...) - FAZBlog vom 15. Dez. 2008

 

 

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