"Zahl der Maserntoten in Afrika drastisch zurückgegangen"

"Zahl der Maserntoten in Afrika drastisch zurückgegangen"

"Genf (dpa) - Vier Jahre eher als erwartet haben die Vereinten Nationen ihr Ziel erreicht, die Zahl der Maserntoten in Afrika um 90 Prozent zu senken. Dort sind die Todesfälle durch Masern von 396 000 im Jahr 2000 auf 36 000 im vergangenen Jahr oder 91 Prozent zurück gegangen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag in Genf mitteilte. (...)"  DPA vom 29. Nov. 2007

Kommentar:

Solche Presseberichte sind natürlich sehr beeindruckend. Die Frage ist, welche reale Grundlage die berichteten Zahlen haben, denn einen direkten Wirkungsnachweis gibt es ja nicht für die Masernimpfung. Wurden evtl. die Erfassungs- und Fallkriterien geändert, wie z.B. 1962 bei Einführung der Polio-Schluckimpfung? Oder haben sich die chronischen Armutsverhältnisse geändert? Verschiedene Studien zeigen, dass Masernkomplikationen um so häufiger auftreten, je ärmer die betroffenen Patienten sind. Oder hat dieser Sterblichkeitsrückgang mit der medizinischen und sonstigen Versorgung zu tun, die den Impflingen im Zuge der Impfaktionen zugute kam? In Afrika erhalten die maserngeimpften Kinder parallel eine Gabe Vitamin A ... Weitere Infos zur Masernimpfung

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