Blauzungenkrankheit: Widerstand bei Landwirten in der Schweiz

"Bauern in den Urkantonen verweigern die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit. Wenn Schnee liege, seien die Mücken kein Problem, meinen sie. Nein, sagen die Behörden, denn es gebe noch immer neue Fälle. (...)

 

«Ich halte erstens sowieso nicht viel von der Impfung, und zweitens ist es ein Blödsinn, dass man im Herbst noch impft», sagt ein Bauer aus der Zentralschweiz, der nicht genannt werden will. Erst am 13. Oktober sei er aufgefordert worden, seine Kühe zu impfen. Alle waren vorher auf der Alp. «Ich bin auf 1300 Meter über Meer. Noch kein einziger Fall von Blue Tongue trat über 1000 Meter auf. Deshalb verweigere ich die Impfung», erklärt er.

 

In seiner Haltung bestärkt wurde er an einem Informationsabend der «Aktives eigenes gesundes Immunsystem» (Aegis) am 29. Oktober. Von den rund 160 anwesenden Personen hätten die einen  schon geimpft gehabt und seien wegen der Nebenwirkungen der Impfung bei ihren Tieren gekommen. Daneben habe es aber auch einige gehabt, welche die Impfung verweigern: «Am Morgen nach dem Informationsabend hatten wir rund 40 Zentimeter Schnee», erzählt er weiter. Dies sei doch der Beweis, dass eine Impfung jetzt sowieso keinen Sinn mehr mache. (...)" - Schweizer Bauer online vom 4. Nov. 2008

 

 

 

 

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