Einseitige Medikamentenwerbung der Hersteller: IDW reagiert auf Kritik

(ir) Leserbriefe zu schreiben oder gegen manipulative Werbung der Pharmaindustrie zu protestieren, kann durchaus erfolgreich sein, wie der nachfolgende Vorgang zeigt:

Am 20. Januar versandte der renommierte "Informationsdienst Wissenschaft" IDW, zu dessen Kooperationspartnern unter anderem das Bundesministerium für Bildung und Forschung gehört, eine Pressemeldung des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK). Darin wurde ein Medikament des Herstellers als angeblich wirksam bei Grippeerkrankungen angepriesen und die übliche Panikmache vor dem Influenzavirus betrieben. Ein aufmerksamer Leser, ein Organisationsberater aus Bonn, schickte daraufhin folgende E-Mail an die Redakteure des IDW und an den Vorstand des Trägervereins: "Sehr geehrte Damen und Herren, seit wann ist es Unternehmen gestattet, Produktwerbung über den Verteiler von idw-online zu machen? Die verbreitete Information ist zudem einseitig und erfüllt nicht die Kriterien der Objektivität. Hat sich der wissenschaftliche Anspruch des idw verändert? Mit freundlichen Grüßen." Der IDW löschte daraufhin die Pressemeldung auf seiner Webseite. IDW-Webseite:http://www.idw-online.de

Beanstandete Pressemeldung:
http://www.glaxosmithkline.de/mediaRelation.do?articleID=pressemeldungen_e4970

 

 

 

 

 

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